Die Kindheit prägt unser Leben. Trotz der Kriegsnachwehen erinnere ich mich gerne an meine Kindheit. Die Zeit der Gespräche mit meinem Opa oder Oma und deren Lebensgeschichte war spannend. Mein Opa Oberfranke Metzger und bei der Post in Frankfurt tätig, hat mir die Innenstadt von Frankfurt in Begleitung des Schäferhundes Bessi gezeigt. Sie lebten in einer Wohngemeinschaft mit 6 Zimmern, Küche, WC. Zum Baden ging man ins Badehaus. Vom 1 Weltkrieg und auch über den 2. Weltkrieg wurde nicht gesprochen. Auch meine Eltern sagten nur, nie wieder Krieg.

Meine Oma verbrachte den ganzen Tag in der sehr großen Küche, die auch Waschraum war und hier trafen sich die Familie, Freunde und man unterhielt sich oder arbeitete gemeinsam (Kochen,Backen, Waschen, Stricken etc.) Ein großer Vorratsraum war voll mit Lebensmittel. Sogar ein großer Kühlschrank war schon da. Gemeinsames Essen unter 10 Personen gab es kaum. Essen war wichtig! Es wurde auch reichlich gefeiert. Alkohol Wein, Apfelwein, Bier und Schnaps sowie Zigaretten gehörten dazu.

Wir waren alle sehr natürlich und zufrieden! Ich bin noch zu Hause geboren worden in einer 1 Zimmerwohnung in Ginnheim, die uns der Besitzer zur Verfügung stellen musste. 1950 haben wir dann unsere Wohnung bekommen und dort haben meine Eltern bis zum Lebensende gewohnt. Von Unstimmigkeiten haben wir als Kinder wenig mitbekommen.

Mein Vater war Bahnpostfahrer und meine Mutter Hausfrau. Jeden Tag musste mein Vater zu Fuß von Ginnheim bis zum Bahnhof und zurück gehen. Spaziergänge wurden bis zu 20 km in meiner Kindheit gemacht. Die Fahrt mit der Straßenbahn war schon Luxus. Fahrräder hatten wir nicht.

Warum kommt mir das jetzt in mein Bewusstsein?

Meine Antwort ist, dass ich mit weniger schon zufrieden war. Heute haben wir ein Dach über dem Kopf, ein Bett zum schlafen, genügend zu Essen, freie Zeiteinteilung- ich bin ja Rentner. Vieles was mir gestern noch wichtig war, scheint mir heute in dieser belastenden Zeit, eher unwichtig. Mein politisches Engagement als Ortsbeiratsmitglied ist im Stillstand, wie vieles andere auch!

Meine Eltern haben aus Mangel sich für ein sogenanntes besseres Leben entschieden. Geld verdienen und sich was leisten können. Hier waren schon die ersten Fallen ausgelegt. Alkohol, Zigaretten und raffinierter Zucker und Salz. Später kam noch die Werbung hinzu. Man glaubte an das Wirtschaftswunder und ging in die Zeit der Industrie. Heute für mich die Lobby Autoindustrie, Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie, Konsumgüterindustrie und die Gehilfen sind die Politiker.

Diese Entwicklungen habe ich auch mitgemacht und mir nichts dabei gedacht. Es war ja normal mit der Mehrheit sich zu verbünden!

Daher mache ich mir Gedanken über die derzeitigen politischen Entwicklungen. Die Einschränkungen sehe ich kritisch.

Erst seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit meinem Bewusstsein. Heute, wie schon im Eingangssatz erwähnt prägt die Kindheit unser Leben. Das heißt ich habe Glaubenssätze manifestiert. Man spricht heute von bis zu 180.000 Glaubenssätze bis zum 18 Lebensjahr. Die Entwicklung meiner Enkelkinder haben mir hier geholfen, dass Thema zu vertiefen. Ein schönes Buch möchte ich hier empfehlen von Hetty van de Rijt „Oje, ich wachse“ Es beschreibt die 10 Sprünge in der mentalen Entwicklung Ihres Kindes während der ersten 20 Monate und wie Sie damit umgehen können. Ein tolles Werk für Eltern und Großeltern. Mir hat es geholfen meine Kindheit zu verarbeiten und meine Glaubenssätze zu verstehen. Die Herausforderung für mich sind die Wandlung meiner Glaubenssätze. Täglich trenne ich mich von nicht förderlichen Glaubenssätze.

Unterschiedlichste Erfahrungen mit neuen Vorbildern – Menschen die sich auch mit dem Geist und der Seele beschäftigen, haben mir geholfen.

Selbst Astrologen können aufgrund der Geburtsdaten sogar ein persönliches Horoskop entwickeln. Dies hat mir mein Schwager schon vor vielen Jahren erstellt. Oder wenn möglich aus der Palmblatt-Biblothek. bzw. weiteren Alternativen.

Miteinander oder Gegeneinander. Frieden oder Krieg. Gut oder Böse. Liebe oder Hass, Gier, Macht…

Welche Entscheidung triffst Du für Dich?

Ich habe mich für die LIEBE entschieden. Spiritualität bedeutet für mich NATÜRLICHKEIT.

Wäre es nicht viel besser, wenn wir aufhören, andere von unserer Meinung überzeugen zu wollen, einfach das zu tun, was für uns stimmt, egal, was andere sagen und endlich eine Entscheidung zu fällen?

Denn um das geht es in dieser Zeit auch. Entscheiden.

Ob wir miteinander zusammenarbeiten können aus Liebe. Ob wir unsere innerste Wahrheit sehen wollen. Ob wir Frieden, Fülle und Liebe wollen.

Politik an der Basis scheint mir künftig auch notwendig zu sein, um eine neue Qualität zu verwirklichen. Sich für Menschen einsetzen, aber auch das Engagement der Kommunikation einfordern, damit man auch den Bürgerwillen umsetzen kann. Mitreden, mitgestalten und mitentscheiden muss für jeden selbstverständlich sein. Denn JEDER ist wichtig und wird gebraucht. Wir brauchen keine Berater, wir beraten uns selbst untereinander.

Respekt und Vertrauen und unser Herz haben die Oberhand bei unseren Entscheidungen.

Ich freue mich auf den Wandel, da er unabdingbar ist.

Machen wir gemeinsam unser Leben besser!

Im Frühjahr 2021 ist die Kommunalwahl vorgesehen. Es wäre schön wenn in allen Stadtteilen sich politische Tandems finden um die künftigen Aufgaben leichter gemeinsam zu verarbeiten.

Ich trete als parteiloser Kandidat auf der Liste der FREIE WÄHLER FRANKFURT für den Ortsbeirat 8 wieder an.

Interessenten aus den Stadtteilen Heddernheim, Mertonviertel, Römerstadt, Nordweststadt, Niederursel können sich gerne bei mir melden. Bis zum September 2020 sollte man seine Entscheidung finden, ob die politische Basisarbeit für den eigenen Lebensplan geeignet ist.

Unser Leben im Alltag ist politisch, warum sich nicht dafür auch engagieren!