Im Wahlkreis 35 Frankfurt II –  die Stadtteile Bockenheim, Harheim, Rödelheim, Praunheim, Niederursel, Nordweststadt, Heddernheim

gibt es massive Bürgerbewegung für ein Verzicht von großen Neubaugebieten allgemein in Frankfurt und insbesondere die Planung an der A 5.

Karlheinz Grabmann als Direktkandidat im Wahlkreis 35 hat eine Garantie ausgesprochen und veröffentlicht, dass er keinen Antrag im Ortsbeirat 8 zustimmen wird. Nirgends mehr ein Neubaugebiet in Frankfurt. Wir brauchen ein gesundes Klima zum Leben. Nix geht mehr! No Go für Neubaugebiete in Frankfurt. ICH BIN FÜR EINE POLITIK FÜR UND MIT DEM BÜRGER!

Bilden Sie sich Ihre Meinung, hier kommen engagierte Bürger zu Wort. Auf Facebook  https://www.facebook.com/HeimatbodenFrankfurt/?hc_ref=ARQ6mfGOW3P7kXA5VlMLq5Yn_4q2TdyR7QN4LyP3GGwe7nWO0f_O5aq-xREBWV-oSK0&fref=nf

oder auf dieser Webseite können Gleichgesinnten Ihre Beiträge veröffentlichen.

Redebeitragsserie von der gestrigen Sitzung des Planungsausschuss der Stadt Frankfurt – Sabine Levi: 🌿 

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Sabine Levi. Ich war vor 4 Wochen schon einmal hier im Planungsausschuss. Ich habe seinerzeit zu Ihnen gesprochen, in der Hoffnung, dass Sie erkennen, dass Sie mit dem geplanten Bauvorhaben im Nordwesten der Stadt einen Irrweg gehen.

Anschließend, zu Hause, habe ich recherchiert, was Sie sagen, wie Sie begründen, habe versucht zu verstehen, was Sie bewegt.

Dabei haben sich für mich 3 Punkte heraus kristallisiert.

Erstens:
Sie haben eine andere Sicht auf die Dinge oder, um es poetisch zu sagen, man sieht nur mit dem Herzen gut.
Es ist erstaunlich, wie sehr Wahrnehmungen auseinanderliegen, wie unterschiedlich wir Menschen empfinden, doch da, wo Sie von Spielplätzen, von Parks und von Ausgleichsflächen schwärmen, da sehe ich phantasielose, umpferchte Kinderlaufställe , ich sehe aseptischen Zierrasen, Alibi-Fußstreifen unter den Stromtrassen entlang der A5.
Sie sprechen von gelungen Stadtvierteln.
Für mich bleiben sowohl der Riedberg als auch das Europaviertel trostlose Schlafquartiere, über deren Konzeption ich nur fassungslos den Kopf schütteln kann.
Stolz referieren Sie über neu geschaffene Kindertagesstätten und Gymnasien, während der Turnunterricht meines Jüngsten im Schulflur stattfindet, weil die ach so gute Stadtplanung Frankfurts den Sportunterricht scheinbar schlichtweg vergessen hat.

Sie blicken auf „Frankfurt 2030“ und ich sehe leider A brave new world

Der 2.Punkt ist weniger subjektiv, aber leider noch bitterer.
Hier geht es um Glaubwürdigkeit.
Denn, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, wenn Sie Ihre Aufgabe im Schaffen von bezahlbarem Wohnraum sehen, dann frage ich mich wirklich, ob unsere Zukunft bei Ihnen in guten Händen ist. Sind nicht die bedeutendsten Neubauten in Frankfurt am Mainufer, und zwar im Osten, im Westen und im Süden, im Europaviertel und am Riedberg geschaffen worden oder – jetzt ganz aktuell- in der rekonstruierten Frankfurter Altstadt?
Ich frage Sie, da wären ja dann unter Umständen doch ein paar Zahlen relevant und unstrittig, wie viel Polizistinnen und Krankenpfleger wohnen in diesen Gebäuden, oder treffender, in diesen Lofts, Apartments und Penthouses?
Wo ist der bezahlbare Wohnraum? Warum nicht dort?
Warum um alles in der Welt soll man Ihnen glauben, dass nun ausgerechnet in dem nächsten Viertel alles ganz anders werden wird?
Das nun günstiger Wohnraum entsteht, dass hier die Verkehrsberuhigung kommt, dass die trennende Autobahn ihren Schrecken verliert, dass wir tolle lebendige Parks haben werden und bestimmt müssen auch die Kinder nicht mehr im Schulflur turnen.
.Unter dem Strich ist mir eigentlich egal, ob Sie sich einfach von Projektentwicklern über den Tisch ziehen lassen oder ob Sie bewusst etwas versprechen, was Sie nicht halten können.
Ich für meinen Teil glaube Ihnen nicht, doch komme ich zum
3.Punkt:

Ich will kein neues Baugebiet, nirgends.
Wir brauchen stattdessen eine bessere Infrastruktur für die ganze Rhein-Main-Metropole, eine tatkräftige Förderung und Entwicklung des ÖPNV, gemeinsame Kraftanstrengungen mit den Gemeinden, um deren Verödung zu vermeiden.
Wir müssen dafür sorgen, dass Eigentum wirklich verpflichtet, warum gibt es keine Leerstands-Steuer oder so etwas in der Art in Frankfurt?
1,5 Millionen qm Büroraum stehen in Frankfurt leer, aber Kleingärtner beschimpft man hier als unsoziale Besitzstandswahrer, wer also wahrt hier unsozial Besitzstand?
Ich will kein neues Baugebiet, denn es verbessert nichts sondern zerstört in blindem Aktionismus Natur.
Ich weiß, dass da wo kein Vogel mehr singt, bald auch kein Kind mehr spielen wird.
Ich weiß, dass es kein Zufall ist, dass der meiste Äppler aus chinesischem Konzentrat hergestellt werden muss, wenn es kaum mehr Streuobstwiesen und Äpfel gibt.
Wir können nicht regionale Lebensmittel lobpreisen und zeitgleich Felder vernichten.
Vor allem können wir uns keinerlei weitere Flächenversieglung mehr leisten.
Wir brauchen und wollen Naherholungsgebiete und wir müssen die wenigen Grünflächen unbedingt erhalten und schützen.
Weil Frischluftschneisen uns die Luft zum Atmen geben- mein Gott, welch ein Glück, dass wir diese haben, wie weit muss es denn kommen, konnte man nicht letzte Woche lesen, dass der Smog in Neu Delhi diese Stadt nach Aussage von Ärzten „als menschliche Wohnstätte ungeeignet“ macht?
Geschieht nicht ein Wunder, wird Deutschland die vereinbarten Klimaziele nicht einhalten.
Wunder sind eher selten.
Deshalb muss jeder Einzelne seine Verantwortung für die Zukunft wahrnehmen, muss vor seiner eigenen Haustüre kehren, Verantwortung lässt sich nicht nach Paris, Bonn oder die Fidschi-Inseln wegdelegieren.
Klimaschutz fängt hier und jetzt vor der eigenen Haustür an.

Ich möchte Sie zum Abschluss davon in Kenntnis setzen, dass wir alles demokratisch in unserer Macht stehende unternehmen werden, damit Ihr Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt wird. Aus diesem Grund haben sich ein Großteil aller Bürgerinitivativen aus Frankfurt, Steinbach und Oberursel, die sich mit diesem Thema beschäftigen zu einem Aktionsbündnis vereint, und wir werden mit dieser vereinten Kraft dieses und jedes weitere Vorhaben, dass wertvolle Umwelt zerstört, versuchen zu stoppen. Dies ist ein Versprechen, dass wir Ihnen hiermit als Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt geben.

4.12.2017 Statement für den Frankfurter Stadt-Planungsausschuss – 4.12.2017

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