Foto Campact

Ich unterstütze seit Jahren alle Aktionen die uns vor Krankheit schützen können. Aufklärung ist hier ein wesentlicher Bestandteil für die eigene Vorsorge. Gesundheit war der Antrieb um in die Politik zu gehen. Von der Wirkung von alternativen Heilweisen bin ich überzeugt und nutze Sie so oft es geht. Keine Nebenwirkungen! Eine Kostenübernahme der Kasse ist eine Forderung die ich stelle.

Hier ein neues aktives Beispiel, Kleidung ist gefährlich!

Liebe Campact-Aktive,

mit zehn Jahren war Sharda Gujjar Singh ein aufgewecktes, intelligentes Mädchen. Nun ist die junge Frau aus Indien 24 Jahre alt – und hat kaum noch etwas gemein mit dem ausgelassenen Kind von früher. Sharda kann nicht mehr gehen, ist apathisch und fast taub – sie ist gebrechlich wie eine alte Frau. Der Grund für ihre Leiden: giftiges Abwasser aus der naheliegenden Textilfabrik. Es verseucht seit Jahren den Fluss und das Grundwasser. Sharda ist nicht allein. In ihrem Dorf erkranken etliche Menschen an Krebs, Kinder kommen mit Fehlbildungen zur Welt. Die Behörden? Halten sich raus.

Indien, Indonesien, China: Überall pumpt die Textilindustrie gefährliche Abfälle in Flüsse.[1] Auf der reichen Seite der Welt sieht es ganz anders aus. Dort gibt es statt giftigem Wasser bald wieder eisgekühlten Champagner. Vom 14. bis 19. September treffen sich Top-Models, Star-Designer und Prominente in Madrid zur Fashion Week, kurz darauf in London. Sie feiern sich und die Mode – für die dunklen Seiten der Industrie ist zwischen Glitzer und Glamour kein Platz. Eigentlich.

Wir verschaffen Menschen wie Sharda Gehör auf der Fashion Week. Schon am kommenden Mittwoch sind wir in Madrid, danach geht’s nach London. Bei einer alternativen Modenschau zeigen unsere Aktivisten etwas andere Kleidung. „Ich bin ein Modeopfer“ steht auf dem T-Shirt und „Toxic Style“ auf einem anderen. Designer und Kunden sollen spüren, dass die Bürgerinnen und Bürger Europas eine menschenwürdige, eine ungiftige Produktion fordern. Unsere Aktion wirkt umso stärker, je mehr Menschen sie unterstützen. Wir sind schon mehr als 165.000 aus ganz Europa. Helfen Sie mit, dass wir zur Fashion Week die 200.000-Marke überschreiten!

Modeunternehmen wie H&M oder Zara hören uns zu: Wir alle sind schließlich potenzielle Kundinnen und Kunden. Das ist eine enorme Macht – die die Menschen in Indien, China und Indonesien kaum haben. Wenn wir sie nutzen, ändern sich die tödlichen Produktionsprozesse.

 

Hier klicken und Appell an die Modeunternehmen unterschreiben

 

Möglichst billig: So stellen Textilfabriken Kleidung her – und so erwarten es die großen Marken von ihnen. Leidtragende sind Menschen, Tiere und die Umwelt in einem Teil der Welt, den wir meist ignorieren. Wissenschaftler/innen der neu erschienenen Studie „Dirty Fashion“ kennen die bittere Realität.[1] Als sie das Dorf Parmarkhedi besuchen, in dem Sharda lebt, sind sie entsetzt. Das Flusswasser ist schwarz, durchzogen von roten Schlieren. Am Ufer finden sich Schwefelablagerungen und es stinkt bestialisch.

Die Fabrik gehört dem Aditya Birla Konzern [2] und leitet die Abwässer wenige Kilometer flussaufwärts ungeklärt in den Fluss. Giftige Stoffreste werden in die Landschaft gekippt und mit dem Monsun in der ganzen Region verteilt. Shardas Großvater ist Sojabauer und berichtet, dass auch die Pflanzen nicht mehr wachsen, seitdem das Wasser im Fluss schwarz ist.

In Shardas Heimat ist es vor allem die Viskose-Verarbeitung, deren giftige Folgen die Menschen ertragen müssen. Der Stoff wird nur von wenigen großen Konzernen hergestellt. H&M und Zara sind Weltmarktführer, sie setzen die Maßstäbe für alle anderen. Deswegen fordern wir sie auf, Viskose ohne vergiftete Natur herzustellen. Wir wissen, dass beide Unternehmen auf Druck von unten reagieren, schon einmal haben sie sich nach langen Protesten auf einen Wechsel eingelassen – und die Bedingungen für Arbeiterinnen und Arbeiter in Bangladesch verbessert.[3] Jetzt haben wir wieder die Chance, unsere Macht als Kundinnen und Kunden zu nutzen.

H&M und Zara müssen sofort handeln. Sie vergeben die Aufträge und haben es in der Hand, ob für unsere Hemden und Röcke Menschen leiden müssen. Zeigen Sie mit Ihrer Unterschrift, dass Ihnen wichtig ist, wie unsere Kleidung hergestellt wird.  

 

Bitte unterzeichnen Sie unseren Appell an H&M und Zara

Auch ein Grund mehr Ihre Erststimme für eine Veränderung zu geben. Im Wahlkreis 183 Frankfurt II hoffe ich auf Ihre Stimme, damit ich den Wahlkreis gewinne – für die neue Bürger_Lobby vom Main.