Seit Jahrzehnten weiß ich um die ARMUT in Deutschland und habe sie zur Kenntnis genommen. Heute tut es weh, wenn man die Armut sieht und auch in der Öffentlichkeit wahrnimmt.

Medien berichten aktuell vor allem über die Altersarmut, die meine Generation der Rentner*innen betrifft. Kein schönes Bild, wenn man z.B. ältere Menschen auf Bänken mit ihrem gesamten Hab und Gut sieht. Oder wenn Menschen Flaschen sammeln oder noch schlimmer aus Papierkörben nach Essen suchen… Das geht schon unter die Haut.

Am Dornbusch in der Platenstraße habe ich vor einem Jahr einen Mann der mir beim Plakatieren helfen wollte, gesprochen. Er hatte sich für kleines Geld einen Leiterwagen gekauft und sammelt damit Flaschen. Er braucht das Geld um zu überleben. Zusätzliches Essen holt er sich bei der Tafel in der Nordweststadt. Er ist froh mit seiner Lebensgefährtin eine Wohnung in Ginnheim zu teilen. Er hat sein gesamtes Leben gearbeitet, so sagte er mir.

Bei meinen Hotelaufenthalten als Vertriebsleiter in ganz Deutschland ist mir schon vor über 20 Jahren aufgefallen, dass viele ältere Menschen in der Nacht Stühle und Tische rückten für Veranstaltungen am nächsten Tag. Auch Sie mussten dies zum Überleben tun. Von wegen Ruhestand. Wobei ich heute der Meinung bin, wir sollten so lange wie wir es möchten arbeiten wollen/können nach unseren Zeitvorstellungen in jeder Lebensphase.

Das Thema Armut ist immer da, wenn man aufmerksam ist.

Bisher habe ich mich gescheut darüber zu schreiben, da ich keine weitere ANGST verbreiten möchte. Heute habe ich das Bauchgefühl darüber zu schreiben und suche nach Antworten, wie können wir es verhindern und wie können wir es vermeiden. Wir sind nicht auf die Welt gekommen um ARM, KRANK und in Zerstörung, Vergiftung und Vermüllung zu Leben und schon gar nicht im Kriegszustand zu sein. Ich möchte mit allen Menschen in Frieden auf dieser schönen Erde gesund LEBEN.

Kinderarmut

Ein Blogbeitrag von mir: https://freie-waehler.karlheinzgrabmann.de/seit-2004-hat-sich-an-der-kinderarmut-in-frankfurt-nichts-veraendert-wollen-wir-das-gleiches-gilt-fuer-das-land-hessen/

Seit 2004 spricht man auch in Frankfurt und in Deutschland über Kinderarmut. Geändert hat sich wenig, eher ist es schlimmer geworden. Eine Bertelsmann-Studie aus 2015 mit über 100 Seiten zeigt die Armut schon hier auf https://www.iss-ffm.de/fileadmin/assets/veroeffentlichnungen/downloads/Bertelsmann-Studie_Armutsfolgen_fuer_Kinder_und_Jugendliche.pdf

Kinderarmutsbericht 2019 https://www.zdf.de/nachrichten/heute/kinderarmut-in-deutschland-politik-loest-das-problem-bisher-nicht-100.html

Ein gesundes Aufwachsen ist das Recht eines jeden Kindes. Dieses Recht, so sagt die Armutsforscherin Sabine Andresen, von der Goethe Universität in Frankfurt am Main, werde aber millionenfach gebrochen: „Es ist ein Skandal, dass uns das Problem in all den Jahren zu wenig interessiert hat. Ich fordere, dass Politik konsequent von den Bedarfen aller Kinder her gedacht wird.“

Mindestens jedes fünfte Kind wächst in Deutschland in Armut auf. Milliarden fließen in alle Familien. Trotzdem bleibt Kinderarmut mit 14,4 Prozent auf konstant hohem Niveau.

Familienarmut ist gleich Kinderarmut Auch hierüber wird viel berichtet:https://taz.de/Bertelsmannstudie-zu-Familienarmut/!5480616/

Wie arm ist Deutschland und was können wir tun?https://www.zeit.de/2017/17/armut-deutschland-wirtschaftsboom-sozialhilfe-einkommen

Meine Lösung: so schnell und rasch wie machbar uns von unseren alten Systemen lösen. Sie sind in allen Lebensbereichen nicht mehr zeitgemäß und ungerecht. Von Geburt bis Rente!

Ernsthaft und ein gerechtes Modell zum „Bedingungslosen Grundeinkommen“ durch alle Gesellschaftsschichten erarbeiten. Ähnlich wie wir unser Grundgesetz geschaffen haben. Das ging auch relativ schnell und war ein Jahrhundertwerk. Flickwerk aufgesetzt auf das alte System ist nicht zielführend. Wir brauchen ein neues soziales Jahrhundertwerk um unser Leben auf dieser schönen Erde gestalten zu können. So viel wie möglich und ohne Unterschiede. Mit Übergangslösungen zur Bestandwahrung für geleistetes Einkommen. Es muss gerecht bleiben!

Kein Telefon, Kein Friseur, Kein Restaurant-Besuch, Keine kulturellen Veranstaltungen, Keine eigenen Bücher lesen, Kein Urlaub, Keine Hoffnung auf mehr Möglichkeiten, das ist kein Leben in Würde!