In der Politik geht alles langsam! Hier sind es erst drei Jahre…

Hanf auf die Felder – rettet die Wälder!


Schon mindestens seit 2017 verfolgt man in Düsseldorf einen Umschwung in der Cannabispolitik, der durch die Durchführung eines dementsprechenden Modellprojektes in der Stadt in Gang gesetzt werden soll. Da jedoch die dafür benötigten wissenschaftlichen Partner der Heinrich-Heine-Universität aufgrund des bezweifelten Erfolges bei der Einreichung einer Ausnahmegenehmigung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte leider wieder von dem zugesagten Vorhaben absprangen, mussten neue Partner für das Vorhaben gefunden werden. Die Flinte ins Korn wurde in Düsseldorf aber nicht geworfen. Am Mittwoch dem 20.02.2019 entschied man bei der Stadtverwaltung seitens der politischen Führungsriege, dass noch in diesem Jahr Schritte in die Wege geleitet gehören, die eine Umsetzung des seit über drei Jahren geplanten Vorhabens im Jahr 2019 garantieren können. Düsseldorf vergisst die Legalisierung von Cannabis nicht.

Noch in diesem Jahr will das Gesundheitsamt von Düsseldorf eine Studie über die Auswirkungen eines legalen Cannabisverkaufs an Erwachsene durchführen, sodass endlich überprüft werden kann, welche Vor- oder Nachteile durch die Beendigung der Strafverfolgung einfacher Konsumenten sowie durch den Verkauf von geprüften Produkten entstünden. Wie der WDR meldet, solle zu diesem Zweck eine Sondergenehmigung beim Bundesinstitut für Arzneimittel in Berlin beantragt werden, die das geplante Vorhaben in gesetzlich geregelte Bahnen lenken könne. Nur zuvor registrierte Teilnehmer erhielten laut Vorstellungen des Gesundheitsamtes den Zugang zu den Einkaufsmöglichkeitendes überprüften Naturproduktes, sodass ein großer Teil der Düsseldorfer Marihuanakonsumenten wohl weiterhin auf den allgegenwärtigen Schwarzmarkthandel angewiesen sein würde. Hätte man mit dem Pilotprojekt aber dennoch genügend Erfolg und könne beweisen, dass einzig Vorteile durch den geregelten Handel entstünden, dürfe man aber damit rechnen, dass an dem erfolgreich erscheinenden Prinzip dauerhaft festgehalten wird. Künftig könnten dann alle erwachsenen Personen in der Stadt legal Marihuana zu Genusszwecken erwerben, das vermutlich via Apothekenvertrieb verkauft werden würde. 

Düsseldorf wäre dann somit die erste Stadt in Deutschland, die der aktuellen und kontraproduktiven Gesetzeslage ein spürbares Schnippchen schlägt und etwas sehr Vernünftiges gegen die wirkungslos erscheinende Prohibitionspolitikanrichtet.
Drücken wir Düsseldorf daher die Daumen!

https://hanfjournal.de/2019/02/22/duesseldorf-vergisst-die-legalisierung-von-cannabis-nicht/