SPD und Grüne träumen von einer autofreien Innenstadt, der Mainkai ist nur der Anfang. Die Koalition aus SPD, Grünen und der CDU im Römer hat die Entscheidung mitgetragen. Der Verkehrsdezernent Oesterling hat das Chaos zu verantworten, denn er hat weder Strategie noch Plan. Er macht es sich sehr einfach, will den Verkehr, den er vor der eigenen Haustür nicht mehr haben will, den Sachsenhäusern aufdrängen. Seine Aussage lautet: „Die Autos werden ihren Weg finden“. So argumentiert jemand, der nicht ansatzweise darüber nachgedacht hat, welche Auswirkungen seine Entscheidungen haben. Quelle neue Bürgerinitiative Sachsenhausen

Aus meiner Sicht fehlt ein Gesamtkonzept für Mobilität und Verkehr für die ganze Stadt.

Die Dialoge „Frankfurt Deine Stadt“ zeigen die Probleme auf, lösen tun sie diese nicht. Viel Papier wird bewegt. Die Stadtregierung hat für mich in den letzten 50 Jahren hier total versagt. Selbst der neuestes Stadtteil Riedberg ist nicht farradfreundlich. An jeder Kreuzung und noch schlimmer an den Brennpunkten von Verkehrskreiseln hört der Fahrradstreifen auf und wird auf die verengte Fahrspur geleitet. So was wird als verkehrsberuhigend eingestuft . Ist leider sehr gefährlich. Die ausgewiesenen neuen roten Fahrradstreifen sind meistens durch Lieferdienste, Autos blockiert und der Radfahrer muss ausweichen auf die Fahrspur. Hier läuft einiges schief und nicht zugunsten des Verkehrs.

Die Anordnung der einzelnen Verkehrsteilnehmer ist für mich einfach falsch.

Zuerst kommt der Fussweg, dann der Radweg, dann die Parkfläche nur längs der Fahrbahn und zuletzt die Fahrspur für Autos und möglichst zweispurig. Auch das Fahren der Fahrräder gegen die Fahrspur halte ich für nicht förderlich. Darüber kann man mit den Grünen nicht verhandeln, dies ist eine „Heilige Kuh“ geworden.

In der Titusstrasse in Heddernheim war das mal so wie in vielen anderen Straßen auch. Heute sind durch die querliegenden Parkflächen, der Radweg weg und die Gehwege ebenfalls sehr schmal geworden. An manchen Stellen kann ein Zwillingskinderwagen nicht vorbeikommen. Radfahrer fahren jetzt auf der Fahrspur. Der Verkehr kann nicht mehr fließen, da manche Radfahrer halt nur sehr langsam fahren können verständlicher Weise (ältere Menschen zum Beispiel). Kinder fahren auf dem Gehweg.

Lösungsansatz. Auf einige Parkflächen verzichten und sie wieder quer zur Straße anlegen. Die Anwohner haben da eher kein Problem, da es überwiegend Pfennigfuchser sind die die Parkflächen nutzen. Sie wollen sich die Parkgebühren im Nordwestzentrum sparen. Von den Parksündern will ich hier gar nicht erst sprechen. Selbst wenn es jetzt höhere Gebühren laut der neuen Straßenverkehrsordnung gibt, nur wer soll diese Parksünder alle aufschreiben? Also bleibt alles wie es war. Hauptsache die Bürokratie hat eine Lösung formuliert – nur Angst machen wird sie keinem.

Richtige Radwege wären möglich und auch sinnvoll. Rund um das Nordwestzentrum fehlt so ein nutzbarer Radweg. Beispiele können fast überall gegeben werden. Eine einheitliche Regelung des Radverkehres für alle Stadtteile ist notwendig. Da wir kein modernes und leistungsfähiges Verkehrssystem haben, bringen uns die Flickwerke nicht weiter.

Nächstes größeres Beispiel des Versagens. Die Hauptstrecke der U-Bahn sollte von der Hauptwache bis nach Bad Homburg führen. Bis zum Dornbusch ist man gekommen. Man hat sogar weitere Haltestellen total fertiggestellt, nur sie wurden bis heute nicht angeschlossen. Vorhaben wie den U-Bahn Verkehr unter die Straße zu legen, hätte man fortführen müssen. Wenn ich mir heute die Eschersheimer Landstraße die viel Geld gekostet hat anschaue, wird mir das Versagen dieser Verkehrspolitik in Frankfurt sehr deutlich. Auch die Heerstraße ist für mich nicht zeitgemäß!

Viele Fahrradwege müssten ausgebessert werden, bevor man neue baut.

Die Bürger*innen von Frankfurt sollten sich endlich wieder vermehrt an allen Lebensthemen beteiligen. Bürgerinitiativen sind ein Weg – den besseren finde ich als Parteiloser sich im Ortsbeirat/Stadtparlament zu engagieren und den Bürgerwillen zu vertreten. Die Parteien scheinen auf den ersten Blick mit dem Bürgerwillen Probleme zu haben?