Nullrunde wegen Corona.

Das droht Rentnern 2021.

Auch die Rente bleibt von der Corona-Krise wahrscheinlich nicht verschont. 2021 müssen sich einige Rentner offenbar auf eine Nullrunde einstellen. Andere bekommen hingegen etwas mehr.

Eigentlich hatten die Rentner*innen mit dem Fall der Doppelbesteuerung noch in diesem Jahr gerechnet. Hier Informationen smartsteuer.blog

Quelle. smartsteuer.de

Ich kenne kaum jemanden, der die Besteuerung von Renten gut findet. Und wenn wir bei smartsteuer Rentenbesteuerung zum Thema machen, sind die Kommentare sehr eindeutig. Die entscheidende Frage dabei: Ist die Besteuerung von Renten eine Doppelbesteuerung? Denn das wäre eindeutig verfassungswidrig. Vielleicht bekommen wir dafür bald höchstrichterlich eine Antwort auf die Frage. Denn der Bundesfinanzhof (BFH) „beabsichtigt“, noch in diesem Jahr eine Entscheidung zu treffen. 

Worum geht es genau?

Nun, jedes Jahr müssen immer mehr Rentner Steuern zahlen. Das liegt daran, dass seit 2005 das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung greift. Kurz gesagt bedeutet das: die Altersvorsorge ist steuerfrei – die Rente selbst steuerpflichtig.
Das passierte 2005 nicht auf einen Schlag, sondern läuft Schritt für Schritt: Wer 2005 in Rente ging, musste noch 50 Prozent seiner Rente versteuern. Dieser Wert wuchs und wächst jedes Jahr, aktuell sind wir bei 80 Prozent. Wer 2040 oder später in Rente geht, zahlt für seine gesamte Rente Steuern. Auf der anderen Seite gibt es regelmäßig steigende steuerliche Freibeträge bei der Altersvorsorge. Ausführlicher finden Sie das in diesem Blogbeitrag.

Mit dieser Lösung schien die Politik auf der sicheren Seite. Aber ganz so einfach war es dann doch nicht. Denn das Tempo von steigender Besteuerung der Rente und sinkender Besteuerung der Rentenbeiträge (Altersvorsorge) ist nicht immer gleich. Und so kann es prinzipiell passieren, dass Renten besteuert werden, obwohl auch schon teilweise die Rentenbeiträge versteuert wurden. Das wäre dann eine Doppelbesteuerung – und die hat das Bundesverfassungsgericht schon 2002 für verfassungswidrig erklärt.

Und warum ist nicht einfach alles so geblieben wie vor 2005? Nun, das hängt genau mit dem Bundesverfassungsgericht zusammen. Denn das hatte bemängelt, dass Beamte ihre Pension komplett versteuern mussten. 

Wie stehen die Chancen?

Vorab: Es ist eher unwahrscheinlich, dass das komplette System der Rentenbesteuerung gekippt wird. Fast alle Experten gehen lediglich von einer eher geringen Zahl von Betroffenen aus. Heißt andersrum: Bei den meisten funktioniert das beschriebene System „Altersvorsorge steuerfrei – Rente steuerpflichtig“ ohne Doppelbesteuerung.

Nichtsdestotrotz dürfen alle Rentner und vor allem alle zukünftigen Rentner gespannt auf das Urteil schauen. Denn es ist recht klar, dass die zukünftigen Rentner stärker von  Doppelbesteuerung betroffen sein werden. https://www.smartsteuer.de/blog/2020/08/25/kippt-bald-die-rentenbesteuerung/

Was ist geplant mit den Renten 2021 und in den Folgejahren?

Bislang ist unklar, wie gravierend die finanziellen Folgen der Pandemie in Deutschland sein werden. Doch eines steht offenbar bereits jetzt fest: Wegen der Corona-Krise müssen sich Rentner in Westdeutschland im kommenden Jahr auf eine Nullrunde einstellen. Im Osten werden die Renten dagegen voraussichtlich um 0,72 Prozent steigen. Das geht nach einem Bericht des Nachrichtenportals „ThePioneer“ aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2020 hervor.

Nullrunde wegen Corona-Krise! West-Rentner gehen 2021 leer aus

Bereits im Juni teilte Alexander Gunkel, Vorsitzender des Bundesvorstands der Rentenversicherung, Alexander Gunkel, mit, dass die Renten im Westen voraussichtlich nicht steigen werden. Aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Ost-West-Angleichung werde es im Osten jedoch einen Anstieg um zumindest 0,7 Prozent geben. Die Juniangaben basierten laut Rentenversicherung auf der jährlichen Sommerschätzung der Zahlen, die Angaben aus dem Rentenversicherungsbericht auf der Herbstschätzung.

32,2 Prozent mehr! Bis 2034 soll Rente massiv steigen

Laut dem neuen Bericht erwartet die Regierung einen Rückgang der für die Rentenversicherung maßgeblichen Bruttolöhne und -gehälter um 1,0 Prozent im laufenden Jahr. Für die nächsten Jahre würden jedoch erhebliche Steigerungen der Altersbezüge erwartet. „Bis zum Jahr 2034 steigen die Renten um insgesamt rund 32,2 Prozent. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,3 Prozent pro Jahr“, heißt es laut „ThePioneer“ in dem Dokument. Weitere Quelle news.de

Millionen von Rentner werden hart getroffen. Viele stehen schon mit einem Bein in der Altersarmut und diese Menschen lässt man wie viele andere Branchen in Deutschland wegen Corona im Stich.

Großunternehmen bekommen Förderung und wie ist es mit dem Volk?

Bei der Kommunalwahl am 14.03.2021 in Hessen können Rentner*innen auch ein Zeichen von Unmut setzen! Denn die Regierungsparteien sitzen auch in den entsprechenden Parlamenten hier in Hessen.