Seit heute liegt der UN Bericht über das Artensterben vor. dies ist ein weiterer Grund dieses wichtige und wertvolle Stück Land für Mensch, Tiere und Pflanzen zu schützen. Hier ausführliche Informationen dazu.

UN-Bericht zu ArtensterbenMenschen zerstören ihre Lebensgrundlagen

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In Deutschland stellt gerade das Insektensterben ein besonders großes Problem dar.(Foto: picture alliance/dpa)

Der Mensch hat bereits drei Viertel der Naturräume an Land und zwei Drittel in den Meeren erheblich verändert. Ein neuer UN-Bericht veranschaulicht, welche Konsequenzen das mit sich bringt. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten drohen, für immer von der Erde zu verschwinden.

Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten sind nach einem UN-Bericht vom Aussterben bedroht. Viele drohten bereits „in den kommenden Jahrzehnten“ zu verschwinden, heißt es in dem Report zur weltweiten Artenvielfalt, den der Weltrat für Biodiversität (IPBES) in Paris veröffentlichte. Die Wissenschaftler fordern darin „tiefgreifende Änderungen“ zum Naturschutz. Der Mensch zerstöre seine eigenen Lebensgrundlagen. Dringend nötig sind laut den UN-Experten Änderungen bei der Landwirtschaft und beim Konsum. Der Bericht ist die bisher umfassendste internationale Untersuchung zum Artenschutz.

„Wir erodieren global die eigentliche Basis unserer Volkswirtschaften, Lebensgrundlagen, Nahrungsmittelsicherheit und Lebensqualität“, sagte der IPBES-Vorsitzende Robert Watson. Die Menschheit lasse in rasendem Tempo die Natur von der Erde verschwinden. Dafür gebe es inzwischen überwältigende Beweise, die ein unheilvolles Bild zeichneten. Die Weltgemeinschaft müsse sich dringend abwenden von wirtschaftlichem Wachstum als zentralem Ziel, hin zu nachhaltigeren Systemen, hieß es.

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WISSEN30.04.19Rasantes Aussterben von Tieren und PflanzenUN-Bericht warnt vor Zerstörung der Artenvielfalt

In ihrem ersten globalen Bericht zum Zustand der Artenvielfalt reiht die Organisation der Vereinten Nationen beängstigende Fakten aneinander: Von den geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit sei rund eine Million vom Aussterben bedroht. Das Ausmaß des Artensterbens war in der Geschichte der Menschheit noch nie so groß wie heute – und die Aussterberate nimmt weiter zu. Drei Viertel der Naturräume an Land wurden vom Menschen bereits erheblich verändert, in den Meeren zwei Drittel.

Immer wieder verdeutlichen die Autoren, dass der Verlust an Biodiversität kein reines Umweltthema ist, sondern auch Entwicklung, Wirtschaft, politische Stabilität und soziale Aspekte wie Flüchtlingsströme beeinflusst. Gravierende Folgen für Menschen weltweit seien inzwischen wahrscheinlich, warnen sie. Noch sei es aber nicht zu spät für Gegenmaßnahmen, erklärte Watson, „aber nur, wenn wir sofort auf allen lokalen bis globalen Ebenen damit beginnen“.

Insektensterben als besonders großes Problem

Ein ähnlicher globaler Check war zuletzt vor 14 Jahren präsentiert worden. Für die Neuauflage trugen 145 Autoren aus 50 Ländern drei Jahre lang Wissen aus Tausenden Studien und Dokumenten zusammen. „Dass keine gesicherten Erkenntnisse über den globalen Zustand der biologischen Vielfalt, die direkten und indirekten Ursachen für das derzeitige Massenartensterben und über Alternativen bestünden, kann fortan niemand mehr behaupten“, sagte Mitautor Jens Jetzkowitz von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.

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WISSEN22.05.18Tag der biologischen VielfaltTierische Erfolgsgeschichten und die Rettung eines Baumes

Bundesumweltministerin Svenja Schulze wertete den Bericht als einen Aufruf für die Weltgemeinschaft und Deutschland zum Handeln. „Es ist ein Weckruf“, sagte die SPD-Politikerin. Der Report zeige, dass das Artensterben derzeit bis zu 100 mal schneller voranschreite als in früheren Epochen. Schuld daran sei die intensive Land- und Meeresnutzung, das Wachstum der Städte aber auch der Klimawandel. Bei einem auf zwei Grad begrenzten Temperaturanstieg würden fünf Prozent der noch bestehenden Tier- und Pflanzenarten aussterben, bei einem Anstieg um mehr als vier Grad sogar 16 Prozent.

Schulze sagte, der Bericht zeige aber auch Gegenmaßnahmen auf. Schutzgebiete etwa seien wirksam. Sie werden sich daher auch in Deutschland für eine Ausweitung und Vernetzung einsetzen. Zudem müssten schädliche Subventionen in der Landwirtschaft gestrichen und das Fördersystem in der EU zugunsten des Artenschutzes reformiert werden.

„Das Artensterben zu stoppen, ist eine ähnlich große Herausforderung wie der Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Schulze der „Rheinischen Post“. In Deutschland sei das Insektensterben ein besonders großes Problem. „Insekten leiden unter der intensiven Landwirtschaft, die ihnen zu wenig Nahrung, aber zu viel Pestizideinsatz beschert“, kritisierte Schulze.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa/rtsMEHR ZUM THEMA

Wie kann ich die Aktion vom Heimatboden aktiv unterstützen:

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

am kommenden Montag den 13. MAI 2019 wird der Magistratsbericht B76 zum Stand der vorbereitenden Untersuchungen für die geplante städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Frankfurter Nordwesten, unserem FELDLAND, beraten.

Das ist die Gelegenheit, medien- und öffentlichkeitswirksam gegen dieses irrsinnige Vorhaben der Stadt Frankfurt zu protestieren und noch einmal die guten Argumente dagegen vorzubringen!

Wir werden uns 30  Minuten vorher also 16:30 Uhr dort vor dem Römer, Besuchereingang Bethmannstraße 3, treffen. Angedacht ist eine kleine Aktion bevor wir reingehen um unsere Fragen zu stellen.

Die Stadt Frankfurt will sich rigoros über Natur – Landschaft –  Wasser – Klimaschutz, Tierleben und das Bürgerinteresse mit ihrem Planvorhaben zum neuen Stadtteil im Nordwesten hinwegsetzen und 550 Hektar Ackerflächen für immer brutal zerstören. Dagegen wehren wir uns entschieden! 

Wir widersprechen dem Bauvorhaben der Stadt Frankfurt entschieden: Umweltpolitik ist längst Gesellschaftspolitik und damit eng verbunden mit einer neuen Kultur des solidarischen Zusammenlebens, ausgehend von den ökologischen Grenzen des Wachstums. Ökologie ist untrennbar von der Gerechtigkeitsfrage und impliziert soziale Zielsetzungen. 

Die Frankfurter Stadtplanung zieht uns buchstäblich den BODEN unter den Füßen weg.

Wehrt Euch und kommt mit  – rafft Euch auf – für die Natur und Klima!

Mobilisiert Eure Freunde, Kollegen, die Familie und und und. Für alle Weißkirchner und Oberurseler – wir fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln an und nehmen Gruppentickets  – bitte um kurze Mail an h.ruehl@heimatboden-Frankfurt.de – dann schicken wir Euch den Treffpunkt  in Weißkirchen zu. 

Hintergrund:

Montag, 13. Mai 2019 um 17.00 Uhr: Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau

Josefstadt derzeit TOP 27 Rathaus Römer, 3. OG, Sitzungssaal 307 (Bethmannstraße 3) 

Der Magistratsbericht B76 (siehe heutigen Artikel auf unserer Himepage) zum Stand der vorbereitenden Untersuchungen für die geplante städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Frankfurter Nordwesten wird jetzt durch die Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung beraten.

Das ist die Gelegenheit, medien- und öffentlichkeitswirksam gegen dieses irrsinnige Vorhaben der Stadt Frankfurt zu protestieren und noch einmal die guten Argumente dagegen vorzubringen!

Wie?

Die Ausschuss-Sitzungen sind öffentlich. Zu Beginn jeder Sitzung findet eine „Bürgerinnen- und Bürgerrunde“ statt, in der sich Jeder zur Sache äußern und auch Fragen stellen kann. Hierzu muss man lediglich vor Beginn der Bürgerrunde einen Wortmeldezettel ausfüllen (Name und dem Tagespunkt zu dem man sich äußern möchte) und diesen beim Schriftführer bzw. Ausschussvorsitzenden abgeben. 

Die Presse ist immer vor Ort und durch den Wortbeitrag der Bürgerinnen und Bürger wird der Tagesordnungspunkt quasi nach vorne gezogen, so dass auch wir uns als Fraktion zu diesem frühen Zeitpunkt der Sitzung kritisch zu dem Thema äußern und Ihre Argumente aufgreifen bzw. unterstützen können. Später, wenn die reguläre Tagesordnung abgehandelt wird, ist die Presse meistens nicht mehr zugegen.

Weitere Termine der Ausschuss-Sitzungen, in denen der B76 behandelt wird, sind die folgenden:

  • Donnerstag, 09. Mai 2019 um 18.00 Uhr –
    Ausschuss für Umwelt und Sport (derzeit TOP 24)
    Rathaus Römer, 2. Obergeschoss, Sitzungssaal „Haus Silberberg“ (Besuchereingang Bethmannstraße 3)
  • Dienstag, 14. Mai 2019 um 17.00 Uhr –
    Verkehrsausschuss  (derzeit TOP 67)
    Rathaus Römer, 3. Obergeschoss, Sitzungssaal 307 (Besuchereingang Bethmannstraße 3)

Wir unterstützen alle Mitstreiter auch zu diesen Terminen sehr gerne, auch die optimale Orchestrierung können wir im Vorfeld gerne mit Ihnen abstimmen. Damit haben wir reichlich Erfahrung. Bei Fragen bitte an Karl-Josef Rühl wenden.

Viele Grüße 

Euer

Heinz Rühl

Den Heimatboden unterstütze ich seit Anfang an. Als Mitglied im Ortsbeirat 8 werde ich immer gegen diesen Bauswahnsinn stimmen.

Ihr Karlheinz Grabmann