Cannaable ist übrigens ein Portemanteauwort, also eine Verschmelzung aus „Cannabis“ und „available“ (englisch für erhältlich).

Quelle Business Insider https://www.businessinsider.de/leben/das-amazon-fur-cannabis-kommt-aus-deutschland/?utm_source=browser&utm_medium=push-notification&utm_campaign=cleverpush-1582124072

Zwei Deutsche haben das „Amazon für Cannabis“ mit mehr als 1.000 Produkten eröffnet — Amazon und Ebay verbieten den Handel mit Cannabis-Produkten.

  • Am 19. Februar 2020 startete Cannaable, Deutschlands größter Onlineshop für Cannabis-Produkte.
  • Rund 40 Händler bieten dort insgesamt mehr als 1.000 Produkte an — von Kleidung und Kosmetik bis hin zu Samen und Grow-Zubehör.
  • Darunter sind auch Produkte, die Amazon und Ebay aufgrund ihrer Richtlinien ausschließen und die auf sozialen Medien nicht beworben werden dürfen.

Nachdem das Verbot von Cannabis-Anbau und -Handel in Deutschland nach fast 70 Jahren gelockert wurde, kamen in den Folgejahren zaghaft erste Produkte wie Hanföl oder Hanfsamen auf den Markt. Seitdem hat sich daraus eine boomende Branche entwickelt.

Hanf ist mittlerweile in fast jeder erdenklichen Form zu finden — Kleidung, Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel, Liquids, Kaugummi und sogar Schokoriegel. THC, also der psychoaktive Wirkstoff der weiblichen Hanfpflanze, ist zwar nach wie vor verboten.

Die Rechtslage von CBD ist chaotisch

Was den nicht-psychoaktiven Wirkstoff Cannabidiol (CBD) anbelangt, ist die Lage in der Europäischen Union allerdings ziemlich chaotisch. Die „Pharmazeutische Zeitung„, Fachzeitschrift der Deutschen Apothekerverbände, bezeichnete den rechtlichen Status von CBD erst kürzlich als „unklar“.

Der Handel mit CDB ist nicht grundsätzlich illegal. Als Lebens- oder Arzneimittel zugelassen ist der Stoff aber auch nicht grundsätzlich. Wer CBD-haltige Produkte in Deutschland vermarkten will, muss entweder einen Antrag auf Zulassung eines neuen Arzneimittels, oder infolge der EU-weiten Einordnung als „Novel Food“, einen Antrag auf Zulassung als neuartiges Lebensmittel stellen. Für jedes einzelne CBD-haltige Produkt.

Um diesen teuren und aufwändigen Vorgang zu umgehen, deklarierte der Hersteller des CBD-Kaugummis „taff inaff“ sein Produkt um — vom Lebensmittel zum Kosmetikprodukt (Zahnpflegekaugummi). So kann der Kaugummi ganz legal verkauft werden. Unter anderem in den Geschäften der Drogeriekette Rossmann. Denn als Inhaltsstoff in Kosmetik und Tierprodukten ist CBD verkehrsfähig.

Angebote werden gelöscht

Das Rheinland-Pfälzische Startup Cannaable will mit seiner Produktpalette von mehr als 1.000 Artikeln jeden legalen Bereich des Cannabis-Handels abdecken. Wer jetzt denkt, solange CDB als Kosmetikprodukt angeboten wird, gäbe es kein Problem, der irrt. Denn es gibt eine ganze Menge. Das größte erklärt uns Sascha Wiebelt, Mitgründer von Cannaable, im Interview.

„Google, Facebook und Co. regulieren die Werbung für CBD-Produkte streng oder untersagen sie ganz. Marktplätze wie Amazon und Ebay sperren auf ihren Plattformen entsprechende Angebote“ sagt er. „Darum haben Anbieter Probleme mit der Vermarktung.“

In der Begründung der Sperrung, die den Amazon-Händlern zuging, hieß es, der Verkauf von Cannabis-Pflanzenteilen sei in Deutschland nicht gestattet. Bei Ebay wurde mitgeteilt, das Auktionshaus habe sich entschieden, CBD-haltige Produkte aus dem Angebot zu nehmen, unabhängig davon, ob sie in Deutschland legal gehandelt werden dürften oder nicht. Auf eine entsprechende Anfrage von Business Insider reagierte bisher keines der Unternehmen.

Werbung mit kleinen Tricks

Auf sozialen Medien wie Facebook und Instagram ist es zwar generell erlaubt, Posts mit CBD-bezogenem Inhalt zu veröffentlichen. Werbung für CDB-haltige Produkte wird jedoch wegen Verstoßes gegen die Richtlinien gelöscht.

Sascha Wiebelt erklärt uns, dass Cannaable dieses Problem umgeht, indem es anstelle des Marktplatzes Produktvorstellungsseiten verlinkt und die „Werbung“ richtlinienkonform formuliert.

Dank dieser Strategie haben die Rheinland-Pfälzer bereits vor Eröffnung rund 40 Händler als Kunden gewonnen, die ihre Produkte — insgesamt mehr als 1.000 — bei Cannaable anbieten. Bis zum Jahresende wollen sie das Portfolio auf 100 Händler erweitern.

Der erste Anbieter, der eine Kooperation mit Cannaable einging, war der CBD-Onlineshop ‚Berliner Wiese‘ mit seinem kleinen, selbst hergestellten Sortiment. Später kamen größere Anbieter wie der Online-Shop Canna Welt und das Unternehmen Breathe Organics hinzu, das Cannabis-Produkte nicht nur online, sondern auch in physischen Shops anbietet.

Sicherheit und Orientierung für Verbraucher

Neben den genannten Problemen für Cannabis-Händler gibt es dem Cannaable-Mitgründer Florian Bein zufolge auch Probleme für Verbraucher. Es bestehe ein gewisser Grad an Orientierungslosigkeit, wie er uns im Interview erklärt.

„Der Markt wird derzeit überschwemmt mit Cannabis-Produkten. Aber den Verbrauchern fehlt die Möglichkeit zum direkten Vergleich. Diese wollen wir auf unserer Plattform übersichtlich anbieten“, sagt er. „Neben einheitlichen, transparenten Produktangaben wird es auch eine Produktvorstellungsseite geben.“

Die Sicherheit der Angebote kontrollieren die sechs Cannaable-Mitarbeiter persönlich. „Wir prüfen nach der Kontaktaufnahme jeden Händler auf Basis seiner Zertifikate — beispielsweise Echtheit und Biozertifizierung“, erklärt Sascha Wiebelt. „So stellen wir die Seriosität des Marktplatzes, im Sinne des Verbrauchers, sicher.“

Hier die Informationen das Hanf Blatt https://hanfblatt.cannaable.de/

Cannaable ist übrigens ein Portemanteauwort, also eine Verschmelzung aus „Cannabis“ und „available“ (englisch für erhältlich).

Um den Marktplatz herum haben sich Bein, Wiebelt und ihr Partner Lars Bauer einige weitere Angebote mit kreativen Namen ausgedacht. Ein Blog namens „Das Hanfblatt“ ist schon länger online. Er deckt cannabisbezogene Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ab. Ein Po(t)cast-Kanal ist in Arbeit.

Auf der Seite soll zusätzlich ein Branchenverzeichnis der Cannabis-Unternehmen erscheinen. Im zweiten Schritt streben die Gründer eine Kooperation mit dem Verband der Cannabis versorgenden Apotheken und in Vorbereitung einer eventuellen Legalisierung die Ausweitung in angrenzende EU-Länder an. Sollte die Legalisierung kommen, wolle man bereits als zentrale Anlaufstelle etabliert sein. Dafür sind die Cannaable-Gründer derzeit in Gesprächen mit Kapitalgebern.

Den beiden Gründern Florian Bein und Sascha Wiebelt wünsche ich viel Erfolg und ich hoffe, dass die Legalisierung endlich im richtigen Licht gesehen wird.

Deutschland ist kein Land von Kriminellen. Die beste Nutzpflanze der Welt sollte überall angebaut werden dürfen. Auch vergiftete Böden kann Hanf wieder zu fruchtbaren Böden machen. Oder Hanf auf die Felder rettet die Wälder. Wir brauchten keine Bäume mehr fällen und würden die Regenwälder schützen können. Auch als Baustoff „Wärmedämmung“ ideal.

Klar auch die Wirkung in der Medizin ist kein Geheimnis mehr. Eine 4.000 Jahre alte Nutzpflanze den Anbau zu verbieten, haben wir der Lobby und unseren Politikern zu verdanken. 100 Jahre Verbot sind genug!