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Frankfurt wächst – Frankfurt baut – Wie kann dieses Stadtwachstum zeitgemäß und experimentierfreudig erfolgen? Brauchen wir andere Häuser?

Eine dichter werdende Stadt braucht Freiräume. Welche Freiraumqualitäten brauchen wir in der Stadt von morgen? Wie kann der Anspruch an „Wohnen für alle“ umgesetzt werden?

Lernen Sie gute nationale und internationale Beispiele kennen. Es erwarten Sie kurze Impulsvorträge von namhaften Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Medien und Kommunen. Diskutieren Sie mit Planungsdezernent Mike Josef und einem Publikum aus Fachleuten, interessierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern sowie örtlichen Politikerinnen und Politikern darüber, wie Stadtwachstum mit hoher städtebaulicher und wohnbaulicher Qualität erfolgen kann.

Informationen zur Veranstaltung vom HR:

http://www.hr-inforadio.de/veranstaltungen/konferenz-fuer-mehr-vielfalt-im-wohnungsbau,vielfalt-wohnungsbau100.html

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Dieses Bild entstand während der Veranstaltung.

Hier weitere Infos/Kommentare zur Veranstaltung (Dauer fast 4 Stunden) https://www.facebook.com/StadtFFM/videos/10155489219768231/?q=mehr%20vielfalt%20im%20wohnungsbau

Ich war dabei und hier meine Eindrücke und Ansichten:   

Gastgeber Mike Josef stellt sich sehr bestimmend auf. Eine starke ICH bezogene Darstellung von bezahlbaren Wohnen, mit 30% bzw. 40% geförderten Wohnungsbau. Sein Heilversprechen! Eigentlich sein Job, nicht mehr und nicht weniger!

Fragen, ob Frankfurt sein Vorkaufsrecht wahrnimmt oder warum es kein Leerstandsregister und kein Liegenschaftsmanagement aller Grundstücke (jedes Amt denkt für sich!) gibt, blieb offen. Zusätzliche Kritikpunkte, warum verkauft man immer noch Grundstücke. Warum kauft man nicht und sucht geeignete Grundstücke für bestimmte Vorhaben auf Erbpacht-Recht. Auf internationalen Immo-Messen präsentiert man sich und verkauft wieder wertvollen Boden an Investoren (Erbpacht wäre hier eine bessere Lösung, um den Grund und Boden für uns zu sichern in der Zukunft! Die Bevölkerung will keinen Ausverkauf unseres Bodens mehr hinnehmen. Hier mehr über die Absichten unserer Frankfurter Verantwortlichen: http://frankfurt-business.net/optimaler-start-fuer-frankfurt-am-main-auf-der-immobilienmesse-mipim-2018/.

Bitte kein Tausch Wachstum gegen Boden!  In Frankfurt bauen meistens immer die Gleichen.Komisch…

Es gab auch die Erkenntnis das Neubau viel zu teuer ist. Wie soll unter solchen Voraussetzungen ein bezahlbares Wohnen in Frankfurt machbar sein? Bei qm Preisen in Hochhäusern von 5000 – 12.000 Euro, Eigentumswohnungen oder Eigenheim von 500.000 bis 1.000.000 Euro kaum noch für Otto-Normalverbraucher erschwinglich, wenn er nicht zur Erbengesellschaft gehört.

Hamburg schaft Wohnen für 8,00 Euro pro qm.

Grund und Boden sollte in Erbschaft erhalten bleiben ist hier die Vorgabe.

Positive Beispiele wie Stadtleben geht – Beispiel Kopenhagen oder „mehr als wohnen“ Seestadt Aspern.

Die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte werden immer offensichtlicher.

Ein Journalist als Kritiker war eingeladen, musste wegen Grippe absagen.

Es war ein Schaulaufen für Herrn Mike Josef für seine Ansichten über Bauen, Bauen, Bauen wie schon im OB Wahlkampf zum Ausdruck gebracht wurde.

Mike Josef setzt auf die Kommunikation mit den Bürgern. Die Wirklichkeit im geplanten Neubaugebiet im Nordwesten war anders. Den Bürger bei der Entstehung einbinden – hat er versäumt. Deshalb haben die Bürger auch in der Sache kein Vertrauen zu ihm und die Proteste werden lauter und immer mehr Menschen beteiligen sich daran. Siehe Bürgerinitiative http://www.heimatboden-frankfurt.de/

Die Zusammenarbeit mit dem Umland steht bei ihm ebenfalls nicht im Fokus. Das Denken für die Region scheint ihm fremd zu sein.

Ich höre auf der Straße immer wieder „Für wen muss Frankfurt wachsen?“.  Lösen wir doch erst Mal die Probleme für die Menschen, die hier in Frankfurt wohnen. Warum hat man hier Defizite, obwohl OB Peter Feldmann schon sechs Jahre im Amt ist. Nach seiner Wiederwahl gibt er Interviews „So sieht mein Frankfurt in sechs Jahren aus“.  Politik ist doch keine Ein-Mann-Show, bei der Frankfurter SPD scheint es anders zu sein.

Das Umland kann uns mit Wohnraum helfen, nur dazu muss man bereit sein und auch miteinander reden!

Aus der Runde der Experten war zu hören, wir brauchen eine Bodenpolitik (bodenpolitische Entscheidung) zum Wohle der Bevölkerung. Die große Masse muß befriedigt werden, um bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Bindungsdauer von 30 Jahren (sozialer Wohnungsbau) und die Vergabe nach dem besten Konzept. Schlüssel 70% Konzept, 30% der Preis mit mindestens 30% sozialen Wohnungsbau.

Hamburg hat ein Bündnis für Wohnen geschaffen an dem alle an einem Strang ziehen. Baugemeinschaften, Mietergenossenschaften, Private…

Die Baubranche beklagt, das die Gesetze sich ständig verändern. Eine Normen-Reform um das Bauen ist überfällig. Bürokratie macht das Handeln zur Umsetzung schwer. Beispiel Dämmverordnung oder Dachausbau im Privatbereich mit seinen Auflagen…

Der Stellplatzschlüssel sollte sich auf NULL ändern!

Barrierearmer Standard ist empfehlenswert für eine evtl. spätere notwendige Veränderung in Barriere frei!

Frankfurt ist eine Green City. https://www.frankfurt-greencity.de/frankfurt-green-city/

Im Bereich der Freiräume haben wir noch große Potentiale, die besser genutzt werden müssen. Negative Beispiele findet man beim neuesten Stadtteil Riedberg. Hier gibt es Freiräume die von den Bürgern nicht genutzt werden. Attraktiv sieht anders aus. Der Verdacht steht nahe, wir wollen gar nicht, das der Freiraum genutzt wird, es könnte ja Lärm geben.

Die öffentlichen Räume sollten auch mehr die Anforderungen für ältere Menschen mehr berücksichtigen (Treppen als Falle beachten), Kinderspielplätze ohne Sonnenschutz auch Riedberg – geht gar nicht! Heute kann man auch große Bäume verpflanzen.

Bauen muss sich dem dem Bedarf richten. Die Null-Zins-Politik lässt die Baubranche boomen.

Vorsicht: die Baupolitik sollte auch auf andere politische Veränderungen eingestellt sein, wenn die Null-zins-Politik nicht mehr da ist. Investoren die das schnelle Geld verdienen wollen, sind nicht die richtigen Partner.

Neubaugebiet Frankfurt an der A5

Im Hinblick auf das geplante Neubaugebiet im Nordwesten setzt Mike Josef auf die im Besitz befindlichen Grundstücke der Stadt und der stadtnahen Stiftungen um seine Vorhaben umzusetzen. Für ihn und auch für OB Peter Feldmann ist es eine beschlossene Sache. 

Die Kritiker werden als Bürger die sich gegen alles einmischen, abgetan! Argumente scheinen ihn nicht zu interessieren! Sein Kommentar, bei einem vorgeschlagenen Alternativprojekt  am Rebstock, hier stehen die gleichen Starkstrom-Masten.

Der gute Boden, Frisch-Luft-Schneise, Naturschutz, Wasserschutz, Daten des Klimaatlas Frankfurt, regionale Landwirtschaft, Naherholungsgebiet, Pflanzen und Tierwelt, bereits ausgewiesene Ausgleichsfläche, Ängste der Baugegner –  sind kein Thema. 

Karlheinz Grabmann als Direktkandidat im Wahlkreis 35 Frankfurt II unterstützt den Baustopp.

Ich bin für einen Baustopp und werde weiter während meines Wahlkampfes auf der Straße zur Landtagswahl auf Aufklärung der Bürgerschaft setzen. Die Bürgerinitiativen unterstützen mein Anliegen aktiv. Als verlängerter Arm der Politik fühle ich mich hier verpflichtet zu handeln.

Sollte die Arroganz der Stadtplanung Frankfurt im Umgang mit den Gegenspielern sich nicht ändern, ist eine andere Qualität des friedlichen Protestes von Nöten. Die Petition sollten sie unterstützen, damit sich die Politik mit dem Thema überhaupt beschäftigt. 15.000 Unterschriften sollen es mindestens werden. http://www.heimatboden-frankfurt.de/mitmachen/petition_1-unterzeichnen/

Warum sollten wir Frankfurter Bürger wegen der Wachstumspläne der Stadt, auf unsere Lebensqualität verzichten?

Da geht noch was!

Was kann man derzeit tun:

  • die vorhandene Petition aktiv unterstützen, damit bis September 2018 mindestens 15.000 Unterschriften vorliegen.
  • sich solidarisieren, damit der Boden erhalten bleibt. Wenn er weg ist, ist er für immer weg.
  • die Direktkandidatur von Karlheinz Grabmann im Wahlkreis 35 Frankfurt II zum Wahlsieg führen, damit ein Wahlkreis der Bürger geschaffen wird, der die Bürger-Interessen im Landtag einbringt!
  • das Engagement dient vor allem  für die nächsten Generationen um gesund Leben zu können.
  • weitere Versiegelungen in dieser Form ist an diesem Standort unmenschlich. Wer will an einer 8-spurigen Autobahn mit Feinstaubentwicklung, unter Strommasten wohnen? Lärm, Smog, Feinstaub, Verdichtung von Wohnraum bis zu 3,5 mal mehr als die Nordweststadt heute, sind keine guten Voraussetzungen.
  • bezahlbarer Wohnraum, für 8,00 Euro wie in Hamburg,  wer glaubt außer Mike Josef daran? Wo finden wir diesen bezahlbaren Wohnraum heute in Frankfurt?

Was mich an der Frankfurter Stadtplanung stört:

Für jedes umgesetzte Wohnprojekt feiert Mike Josef und Peter Feldmann sich selbst. Natürlich mit medialer Darstellung des Erfolges.

Hey, dass ist einfach nur deren JOB! Dafür sind sie Verantwortlich – nicht mehr und nicht weniger! Die Heinzelmännchen dahinter werden nicht erwähnt. Das Führungsverhalten (Parteidenken) scheint durch die politische Vergangenheit bei Beiden sehr ausgeprägt zu sein.

Menschen die Kraft Amtes sich durchsetzen wollen, gehören nicht zu meinen Vorbildern!  

Die Frankfurter Politik der letzten 6 Jahre wurde vom OB Peter Feldmann so interessant gestaltet, dass sich 30,3 % der Wähler zur Stichwahl an die Urne begeben haben. Historischer Tiefstand. Dies gilt auch für die Wohnungsbaupolitik. solange man an der Macht ist, ist alles andere egal.

Wann holt die regierende Politik wieder die Menschen ins Boot, um Entscheidung zu treffen?

Bestes Beispiel für sehr gute Stadtplanung ist Wien. Wien ist deutschen Städten um Jahrzehnte voraus. Warum?

Hier hat man sehr viel Geld eingesetzt für den Wohnungsbau  und eine Planung nach dem besten Konzept verfolgt.

Einfach ausgedrückt: wir müssen uns neu erfinden in allen Bereichen des Lebens, da die alten Konzepte die Probleme nicht lösen!