Vorweg ich habe meiner Mieterhöhung zugestimmt, da ich dies durchaus für gerechtfertigt halte, obwohl nichts mehr an Verbesserung seitens der GWH gemacht wurde. Dann ist es aber auch für die kommenden Jahre genug. Als Rentner kann ich mir mehr auch nicht leisten!

Aus meiner Wohnung möchte ich nach über 40 Jahren nicht mehr ausziehen!

Hier Informationen aus der Presse FNP

 

Mieterhöhungen werden zum Wahlkampf-Thema

(schade nur im Wahlkampf?)

Sossenheim. Es ist Wahlkampf: SPD-Mann Roger Podstatny wirft der zusammen mit den Grünen regierenden CDU vor, das Land Hessen habe es versäumt, bei der landeseigenen Wohnungsgesellschaft GWH eine Mietpreisbremse durchzusetzen – so wie es die SPD in Frankfurt bei der ABG gemacht habe. Weil die GWH nun in der Dunant-Siedlung Mieterhöhungen durchsetzen will, sammelt die SPD Unterschriften: Unterschreiben kann man dagegen am Samstag, 15. September, von 10 bis 12 Uhr an der Bushaltestelle Dunantring und am Samstag, 22. September, von 10 bis 12 Uhr in der Schaumburger Straße vor Hausnummer 65.

Der Sossenheimer SPD-Vorsitzende und Stadtverordnete Podstatny, Ehemann der Landtagskandidatin Petra Scharf, polemisiert: „Die Mieterinnen und Mieter können den Landtagsabgeordneten Uwe Serke fragen, warum er sich nicht für eine Mietpreisbremse bei der GWH eingesetzt hat.“ Serke weist indes darauf hin, dass die GWH nicht landeseigen, sondern eine Tochter der Hessischen Landesbank Helaba sei und das Land Hessen an der Helaba nur etwa 8 Prozent Anteile besitze: „Damit kann man eine Mietpreisbremse nicht durchsetzen.“ Die Helaba wiederum gehöre zu 70 Prozent dem Sparkassen- und Giro-Verband Hessen / Thüringen, an dessen Spitze der SPD-Mann Gerhard Grandke sitze, Ex-Oberbürgermeister von Offenbach. Bei der NH, die dem Land gehöre, habe man hingegen eine Mietpreisbremse umgesetzt. Dass die SPD gegen die Mieterhöhungen nun Unterschriften sammele, sei den Wählern „Sand in die Augen gestreut“, so Serke, denn die Mieterhöhungen seien vor dem Hintergrund des gültigen Frankfurter Mietspiegels grundsätzlich rechtens. Dieser Mietspiegel sei unter anderem vom SPD-Planungsdezernenten Mike Josef präsentiert worden.

Im Detail ließe sich jedoch etwas erreichen, so Serke: „In meiner Sprechstunde hatte ich beispielsweise den Fall, dass ein Zuschlag für die Modernisierung des Bades berechnet wurde, obwohl seit über zehn Jahren gar keine Maßnahme im Bad erfolgt ist.“ Weitere Fälle werden gesammelt: Info-Stände der CDU Sossenheim für die Mieter der Henri-Dunant-Siedlung stehen am Samstag, 8. September, von 10 bis 12 Uhr vor dem Kiosk Ecke Dufourstraße/Dunantring und am Samstag, 15. September, von 10 bis 12 Uhr in der Ladengalerie Schaumburger Straße 65.

Uwe Serke mahnt Podstatny, sich parteiübergreifend für die Mieter einzusetzen: „Wenn wir etwas erreichen können, dann nur gemeinsam.“ Roger Podstatny fordert jedoch, „dass öffentliche Wohnungsbaugesellschaften wie die Nassauische Heimstätte und Wohnungsbaugesellschaften wie die GWH oder die frühere HEGEMAG, an denen das Land direkt oder indirekt beteiligt ist, für alle Mieter die Mieterhöhungen fünf Jahre lang auf maximal 1 Prozent im Jahr begrenzen.“hv

Ergänzung:

Der Mietspiegel und die Folgen

Frankfurt. Seit 1. Juni dieses Jahres gilt ein neuer Mietspiegel in Frankfurt. Die Kernaussage lautet: Seit 2014 sind die Mieten durchschnittlich um 8,1 Prozent gestiegen. Viele Bürger haben deshalb Angst, dass sie sich ihre Wohnung bald nicht mehr leisten können. Die Linke lädt für Dienstag, 11. September, ab 19 Uhr ins Nachbarschaftszentrum Ostend (Waldschmidtstra e 39) ein. Eyup Yilmaz, wohnungspolitischer Sprecher der Römerfraktion, und ein Experte des Mieterschutzverein Mieter helfen Mietern erklären, wie über den Mietspiegel die Miete erhöht werden kann und welche Grenzen für Mieterhöhungen es gibt. Zudem wird mit dem Humangeographen Dr. Jürgen Schardt darüber diskutiert, , wieso die Mieten mit jedem Mietspiegel aufs Neue steigen und was sich an dem Instrument ändern müsste.red