Foto Quelle : Maik Reuß

Bei Auftritten von Planungsdezernent Mike Josef (SPD)  sind die Bürger meist mißtrauisch. Mike Josef lässt immer erkennen, dass er schon genau überlegt, wann er mit welchen Details an die Öffentlichkeit geht. Sein Ziel ist, daraus machte er gar keinen Hehl, den neuen Stadtteil durchzusetzen.

Bei aller Entschlossenheit, das Projekt zu realisieren, wollte Josef jedoch nicht den Eindruck erwecken, er wolle mit dem Kopf durch die Wand. Die westlich der Autobahn angedachten Flächen will er als regionales Projekt entwickeln, im Einvernehmen mit allen Betroffenen. Er weiß, dass er die Zustimmung der Region braucht.

Und genau das werfen ihm seine Kritiker vor, dass er das nicht von Anfang an getan hat. Erst nach den ersten größeren Protesten von Bürgern und der Region.

Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit werde die Entwicklung des Stadtteils etwa 15 bis 20 Jahre dauern.

Die Stadt Frankfurt mit ihren Verantwortlichen kann oder will wohl keine eigenen Entscheidungen fällen und vergibt entsprechende Gutachten. In der Regel bekommt der Auftraggeber auch das Gutachter Ergebnis geliefert wie er es möchte (Lobby-Gutachten, natürlich neutral!). Den nächsten Gutachter-Auftrag möchte man ja wieder bekommen. Für das geplante Neubaugebiet sind zahlreiche Gutachten in Auftrag gegeben, zum Verkehr (die Tangente West wird ja erst seit 4 Jahrzehnten geplant, natürlich auch mit Gutachten), zum Naturschutz, zum Klimaschutz (Klimaatlas Frankfurt) und zu vielen weiteren Fragen. Die Gutachten sollen die Randbedingungen für den neuen Stadtteil mit 8.000-11.000 Wohnungen klären.

Was sind bei der Projektplanung Randbedingungen:

Die Randbedingungen eines Projektes sind die vom Projektumfeld vorgegebenen Bedingungen, die bei der Projektplanung nicht beeinflussbar sind und daher als gegebene Größen verwendet werden müssen.

Beispiele für Randbedingungen sind:

  • technische Randbedingungen (Materialeigenschaften, Klima, IT-Umgebung usw.)
  • organisatorische Randbedingungen (Unternehmensorganisation, Geschäftsprozesse usw.)
  • rechtliche Randbedingungen (Normen, Vorschriften, Gesetze, Richtlinien)
  • soziale Randbedingungen (Interessensgruppen)
  • ökonomische Randbedingungen (Budgetvorgaben, Amortisationszeiten usw.)
  • politische Randbedingungen (Wahl der Kooperationspartner, Auftragnehmer usw.)
  • zeitliche Randbedingungen (frühester Beginn, Deadlines usw.)

 

Aus meiner Sicht sollten Fachbereiche der Stadt dies alles kennen. Für was hat man noch zusätzlich über 650 eigene GmbH.

Dies waren meine Hinweise zum Beitrag der Taunus Zeitung http://www.taunus-zeitung.de/lokales/main-taunus-kreis/Neuer-Stadtteil-Mike-Josef-schielt-weiter-nach-Westen;art676,2981136

 

Ich bin für einen Baustopp und werde dies auch bei der Landtagswahl Hessen im Wahlkreis 35 Frankfurt II dem Bürger*innnen auch gegenüber vertreten.