Quelle Foto Freier Blick: Vom Turm und auf die marode Fassade.© WYGODA,FFM

Seit dem überraschenden Pressebericht in der FAZ laufen die Betroffenen der Ernst Reuter Schulen einen Proteststurm. Es besteht große Unruhe und Unsicherheit über die Zukunft der ERS Schulen. Schon wieder sollen diese Stadtschulen benachteiligt werden. Keine Info seitens der Stadt an die Schulleitung, Elternschaft und schon wieder keine Information zum wiederholten Male an den Ortsbeirat 8. In den Herbstferien hat eine Delegation das Gelände besucht. Über eine Tischvorlage – einstimmig – wurde entschieden, dass der zuständige Dezernent Herr Schneider, CDU Leiter des Amtes für Bauen und Immobilien auf der nächsten Sitzung des Ortsbeirates die Machbarkeitsstudie vorstellt und Fragen umfassend beantwortet. Das Interesse wird groß sein und die Stadt sollte einen großen Saal für diese Veranstaltung bereit stellen.

Die Stadt findet für die Europaschule (Träger ist der Bund) kein geeignetes Gelände. Die Schule will vergrößern von 800 Schüler auf 2.500 Schüler und dafür sollen nun wieder Flächen der Ernst-Reuter Schulen (Sporthallen) genutzt werden. Der Standort ist für die Europaschule nicht mehr optimal, da auch die Kinder einen riesigen Anfahrtsweg haben und schon jetzt ein Verkehrs-Chaos täglich ist. Die Europaschule hat hier eigentlich keine gute Zukunft m.E.

Ein Dauer-Thema im Ortsbeirat 8, da die Schulen schon seit Jahrzehnten renoviert und auch den zeitlichen Gegebenheiten angepasst werden müßten. Die Planungsphase Null mit Vorschlägen seitens Schule und Eltern wurden schon vor Jahren erstellt. Ein Investitionsstau der ERS begleitet diese Schulen.

Machbarkeitsstudien müssen immer herhalten für die Unfähigkeit der Entscheidungsgewalt.

Noch eine Posse ist das nicht nutzbare Schwimmbad. Hier hatte man alles bestens renoviert, leider war das Dach nicht mehr tragbar und deshalb kann das Schwimmbad seit ca. 10 Jahren nicht mehr genutzt werden. Ein neues Lehrschwimmbad, dass auch von anderen Schulen genutzt werden kann sowie zwei Naturwissenschaftliche Gebäude sollten für ERS I+II gebaut werden.

Die Schulleitung, die Elternschaft vertreten durch Schulelternbeirat, der Personalrat und auch Mütter, ehemalige Schüler deren Enkel heute die Schulen besuchen haben die Probleme beschrieben und um Hilfe gebeten. Einige hatten Tränen in den Augen. Sie haben gebeten, alles zu tun um diese Aktion des Ausbaus der Europaschule zu verhindern. Die Vertreter des Ortsbeirates haben ihre volle Bereitschaft signalisiert, wie dass auch bisher immer der Fall war.

Die Schule lebt vom Raum von Hauptschule bis Gymnasium.

Man hat den Eindruck die Politische Bildung interessiert sich für diese Schulen nicht. Das Vertrauen ist auf dem Null-Punkt.

Frankfurter Bildungspolitik wird ein Armutszeugnis ausgestellt.

Nachstehend einige Informationen aus der Presse, welches Schicksal diese ERS in mehr als 50 Jahren erleben musste. In den 80. Jahren stand die Schule schon mal vor dem AUS: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ernst-reuter-schule-frankfurt-sondern-sogar-miteinander-leben-12264569.html

Neubau oder Abriss 2018 https://www.fnp.de/lokales/neubau-oder-abriss-zukunftswerkstatt-beraet-ueber-ernst-reuter-schule-10367602.html

Keine weiteren Zugeständnisse mehr fordert die SPD an den OB http://Freier Blick: Vom Turm und auf die marode Fassade.© WYGODA,FFM

Die Schulen der Nordweststadt sind seit Jahren federführend bei der
Umsetzung inklusiver Bildungspolitik, lange bevor die
Menschenrechtskonvention dies vorschrieb. Die Ernst-Reuter-Schulen
nehmen hierbei einen nicht zu ersetzenden Platz ein. Der gemeinsame
Unterricht steht im Zentrum dieser Schulen, die Schulen der der
Nordweststadt bilden wiederum das Zentrum inklusiver Bildungspolitik in
Frankfurt. Für eine derartige Bildungsarbeit benötigt eine solche Schule
besondere Bedingungen. Bedingungen wie Platz für die unterschiedlichen
Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen, dennoch geschützte Bereiche
sowie überall uneingeschränkte Bewegungs- und Barrierefreiheit.

2015 Rundgang mit Stadtkämmerer Uwe Becker Schulen im Nordwesten drückt der Schuh https://www.fnp.de/frankfurt/schulen-nordweststadt-drueckt-schuh-10745160.html

Den Regierungsparteien im Römer CDU,SPD und GRÜNEN sind die Probleme bekannt. Jetzt will man bis 2029 die ERS fertig haben. Sorry, dass versteht keiner. Frankfurt scheint nicht besser als Stuttgart 21 und BER Flughafen im Bildungsbereich zu sein. Für mich eine Schande. So kann man keine Wähler überzeugen!