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Das Grundeinkommen ist für mich die Lösung unserer Arbeits- und Sozialprobleme. Wir brauchen sehr viel Aufklärung, da das Thema meistens mit der Frage „Wer soll das bezahlen“ begonnen wird. Das ist der falsche Ansatz und blockt die Kommunikation. Deutschland kann hier durch ein eigenes Modell Vorbild für die Welt sein. Von der Sache her, alle Politiker an einen Tisch und solange daran arbeiten, bis die optimale Lösung gefunden ist. Ohne wenn und aber. Die jetzigen Möglichkeiten sind keine soziale und zukunftsweisende Möglichkeit mehr. Man kann auch sagen, dass Modell hat ausgedient. Weg mit dem ALTEN. Einfache und keine komplizierten Sachen mehr. Die Bürokratie mit stetig neuen Gesetzen und Verordnungen gehören in den Müll. Mehr sind sie oft nicht wert. Hier hat sich meistens nur die Lobby gefreut!

Gabi Grundl (59) aus Tattenberg in Deggendorf will zu Fuß nach München gehen, um dort für ein bedingungsloses Grundeinkommen demonstrieren.

Gabi Grundl reicht es. Vier Töchter und vier Söhne hat sie großgezogen, seit zwölf Jahren kümmert sie sich um ihren schwerbehinderten Enkel, hat teilweise drei Jobs gleichzeitig angenommen, um finanziell über die Runden zu kommen. Am Donnerstag wird sie 60 Jahre alt. Ihr Zusammenbruch ist jetzt drei Jahre her. „Ich habe damals sogar nachts noch in der Gastronomie gearbeitet, irgendwann konnte ich nicht mehr“, sagt die Frau mit den halblangen grauen Haaren. Nachdem ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, kündigte sie ihren Posten als Filialleiterin in einer Bäckerei und ihre Wohnung. „Und plötzlich stand ich auf der Straße“, sagt sie. „Ich habe mir darüber vorher keinen einzigen Gedanken gemacht, ich wollte einfach nur raus, raus aus meinem Trott.“

Dass sie mit Hartz IV aber zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel hat und seit Monaten darauf wartet, dass ihre Rente genehmigt wird, das ist für Gabi Grundl nicht mehr hinzunehmen. Und deshalb macht sie sich am Freitag zu Fuß in Richtung Landeshauptstadt München auf. „Ich will mir einerseits meine Energie weggehen“, erklärt sie ihre Pläne. „Und dann will ich mich in München mit einem Schild auf den Marienplatz setzen und mich für das bedingungslose Grundeinkommen einsetzen. Ich möchte nämlich nicht nur, dass es mir besser geht: Es soll allen Menschen besser gehen.“

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Auch das ist ein wichtiger Grund bei der Landtagswahl im Wahlkreis 35 Frankfurt II Karlheinz Grabmann zu wählen.