Foto vierter von links Karlheinz Grabmann

Mittwoch, 12 September 2018 22:48  geschrieben von

Kampagne gegen Kinder- und Jugendarmut  vorgestellt gestern an der Ernst-Reuter-Schule 1. Auf Einladung von OB Feldmann konnte ich daran teilnehmen.

Hier ein ausführliche Bericht aus Schulsicht:https://www.ers1.de/index.php/component/k2/item/195-kampagne-gegen-kinder-und-jugendarmut

Diese Aktion kann ich in allen Teilen voll unterstützen und werde das auch an meinen Info-Ständen im Landtagswahlkampf tun und selbstverständlich auch danach. Die Sichtweise der Schüler ist sehr interessant, da Sie doch unsere Zukunft sind.

Es wurden Thesen vorgestellt und die Schüler konnten mit Hilfe von drei Farbkarten Ihre Meinung darstellen und wurden anschließend befragt, warum sie sich so entschieden haben. Einfach und gute schnelle Reaktion.

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Foto erste Reihe erster von rechts Karlheinz Grabmann

Unser OB ist fleißig an Schulen unterwegs und man sieht ihm auch an, dass er sich bei diesen Themen wohl fühlt. Ein wenig Eigenwerbung ist für mich OK an dieser Stelle. Von Wahlwerbung würde ich absehen, dafür sind mir die Schüler heute doch sehr aufgeklärt.

Der OB war auch in Geberlaune und hat einige Schüler kostenfrei in Museen mit ihm eingeladen.

Eine Frage die er stellte fand ich sehr spannend, wieviel der Anwesenden denn in ein Jugendhaus gehen? Es waren nur einige! Über 95 % sind daran anscheinend nicht interessiert. Hier scheint ein Umdenken am Angebot dringend erforderlich zu sein.

Ich bin für diese Einrichtungen, sie sollten nur zeitgemäß für die Jugendlichen sein, damit Sie auch genutzt werden.

Auch die These des kostenlosen Mittagessen an Schulen fand ich gut. Hier sind die Meinung unterschiedlich.

Ich schließe mich der Meinung des Jugendringes an und bin der Meinung es muss kostenlos sein.

Alte Glaubenssätze „was nichts kosten, ist nichts wert“ stimmt so nicht!

Hintergrund ist auch die Armut insgesamt und sie zieht sich dann noch bis ins Alter nach. Beispiel Rentenarmut https://meta.tagesschau.de/id/136103/altersarmut-jede-zweite-rente-unter-800-euro

In solchen Fällen bin ich auch für das sogenannte bedingungslose Grundeinkommen, davon spricht die Politik viel zu wenig und stellt es auch nicht auf den Prüfstand mit einem Gesetzentwurf.

Forderungen des Frankfurter Jugendringes  https://frankfurterjugendring.de/projekte/kampagne-gegen-kinder-jugendarmut/forderungen

Antworten von unserem OB Kandidaten Michael Weingärtner im Februar 2018 an den Frankfurter Jugendring

https://frankfurterjugendring.de/aktuelles/news/antworten-ob-wahl-kandidatinnen-unseren-forderungen

Auszüge seiner Antworten:

Für mehr Einrichtungen und Angebote für Kinder und Jugendliche und eine angemessene
Ausstattung dieser, insbesondere in den benachteiligten Stadtteilen.
Ein erster Schritt, sollte die Ganztagsschulbetreuung sein. Ob dies vollumfänglich kostenfrei gestaltet
werden kann, oder in einem Solidarmodell, muss ermittelt werden. Daneben die Festigung der
Jugendarbeit. Die Personalgewinnung für diese Tätigkeiten ist für Frankfurt ein generelles Problem. Hier
fordern die Berufsverbände schon seit langem mehr Attraktivität zur Mitarbeitergewinnung und –
Erhaltung. Ein Mittel wäre die Rückkehr zu einer sog. Ballungsraumzulage. Im Bereich des
Wohnungsmarktes, die Rückkehr zu städtischen Dienstwohnungen, ein hessenweites Job-Ticket, um nur
kleine Denkanstöße beispielhaft zu nennen.
Für mehr öffentliche Plätze und Räume in der Stadt, an denen sich Jugendliche aufhalten können.
Hier kann durch Öffentlichkeitsarbeit vielleicht mehr Toleranz und Verständnis füreinander aufgebaut
werden. Allerdings geht dies auch nur bei respektvollem Umgang beider Seiten miteinander.

Für genügend Kinderspielplätze (groß genug und in guter Lage), insbesondere in benachteiligten
Stadtteilen, und genügend Grünflächen, die als Naherholungsgebiete genutzt werden können.
Der aktuelle Zustand der öffentlichen Spielplätze lässt zu wünschen übrig und hier ist sicherlich eine
Menge Verbesserungspotential. Die Einrichtung einer zentralen Meldestelle, analog „Sauberes Frankfurt“
wäre hier aus meiner Sicht sinnvoll, um auf Mängel zeitnah reagieren zu können. Auch Kooperationen mit
Werkstätten für behinderte Menschen könnten hier in der Mängelbeseitigung dienlich sein.
Für mehr kommunale Mittel, um die kostenlose Teilnahme an Angeboten der Sportvereine, der
Musikschule oder anderen Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu ermöglichen.

Neben der Ausweitung der städtischen Unterstützung muss es auch für Mitglieder von solchen
Institutionen künftig attraktiver werden, sich im Ehrenamt zu engagieren. Ein Steuerfreibetrag für das
Ehrenamt, ist zwar keine kommunale Regulierungsmöglichkeit, doch hier auf die Landes- und
Bundespolitik einzuwirken wäre eine Möglichkeit, Bewegung und Motivation in das Ehrenamt zu bringen.
Ferienfreizeiten für alle! Jedes Kind sollte mindestens einmal im Jahr an einer Ferienfreizeit der
Frankfurter Jugendverbände teilnehmen können, unabhängig vom Einkommen der Eltern.
Hier wäre zu prüfen, ob dies eine Ergänzung der Ganztagsbetreuung sein könnte. Gerade während der
Schul-Ferienzeit ist eine vollumfängliche Betreuung der Kinder für viele Familien unmöglich.

Für eine systematische Erfassung der Bedarfe und Interessen armutsbetroffener Kinder und
Jugendlicher sowie ihre Beteiligung bei der Planung von Angeboten, damit es passgenaue
Unterstützungen geben kann.
Wie in den vorangegangenen Fragestellungen, wäre hier die Stabsstelle als Lenkungsorgan aller am
Prozess beteiligten Akteure zu sehen. Auch Eltern, die hier quasi zwischeninstanzlich zum Jugendamt Rat
finden können und in die Prozesse eingebunden sind, wären nah am Entscheidungsgeschehen.
Viele „Mängel“ könnten, auch mit niedrigem Haushaltsbudget, bereinigt werden. In der Vergangenheit
hat es aus meiner Sicht an einer gesteuerten Kommunikation gemangelt. Viele Akteure mit guten Ideen
haben nicht zueinander gefunden. Hier muss der Wille der Zusammenarbeit gestärkt werden. Eine breite
Öffentlichkeitsarbeit, die Mängel auch schonungslos, aber inhaltsvoll, thematisiert und verbreitet. Ein
ehrliches und respektvolles Zusammenspiel in einer Kinder- und Jugend-Konferenz könnten aus meiner
Sicht vieles schon bereinigen und klären. Vor allem würden Problemlösungen von Betroffenen selbst
generiert werden können, statt vom grünen Tisch hinweg bestimmt. Selbsthilfe – kommunal gesteuert
und unterstützt!

Wir FREIE WÄHLER stellen uns allen Fragen  und haben auch gute Ideen. Kita frei ist eine Idee der FREIE WÄHLER gewesen. Wir konnten uns gegenüber den Mehrheiten nicht durchsetzen. Das die SPD unsere Idee übernommen und durchgesetzt hat, finden wir gut!

Ich hoffe gleiches passiert auch bei der Roten Karte für die Strabs. https://www.strabs-hessen.de/

Geben Sie Ihrer Stimme ein Gewicht und wählen Sie bei der Landtagswahl die FREIE WÄHLER.