Ich habe in den letzten Jahren viele Veranstaltungen der IHK Frankfurt und Mainz besucht, um vor allem die Meinung der Wirtschaft zu hören. Frankfurt Rhein Main gehört zu den wirtschaftlich starken und zugleich lebenswerten und urbane Metropolen in Deutschland. Die verschiedenen Regionen stehen in Konkurrenz. Es gibt ein integriertes Stadtentwicklungskonzept Frankfurt 2030 was die Wirtschaft begrüßt. Die Herausforderung besteht in der Nutzung der verbliebenen Flächen und der damit verbundenen Nutzungskonflikten. Eine bedarfsgerechte Gewerbeflächenentwicklung soll im Einklang mit der Wohnbaulandentwicklung umgesetzt werden.

Frankfurt kann meines Erachtens dies nur mit der Region stemmen. Dazu kommen noch die Verkehrs-Konflikte von Tangenten.Durch die regionalen Verflechtungen sind diese anstehenden Herausforderungen nicht von einzelnen Städten, sondern nur gemeinsam zu lösen. ‚Der IHK Präsident. Prof. Mathias Müller ruft auf „Wachstum als Chance“ zu begreifen.

Aus Sicht der Wirtschaft muss die Stadt bei den Weichenstellungen der nächsten Jahre darauf hinwirken, Frankfurt als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort mit einer hohen Lebens- und Umweltqualität weiterzuentwickeln.

Der Umweltfaktor muss eine der wichtigsten Entscheidungskriterien für das Wachstum z.B. Bauen werden. Laut Klimaatlas Frankfurt ist die Innenstadt heute schon zu heiß. Frankfurt ist schon eine wachsende Stadt und die Einwohnerzahl stieg in den letzten 10 Jahren um 80.000. Ich bin der Meinung, zuerst muss unser Lebensraum für die jetzigen Bewohner gesichert werden, um die beste Lebensqualität zu garantieren. Wie soll eine hohe Lebensqualität gesichert werden, wenn wir alles zubauen und versiegeln. Die Zukunftsfähigkeit von Frankfurt um eine Million Einwohner zu haben, kann nicht nur über den besseren Wirtschaftstandort definiert werden. Alles ist im Wandel! Viele Menschen wollen ihrer Kinder wegen, lieber außerhalb von Frankfurt arbeiten und leben. Warum nicht? Pendeln war gestern. Die Verkehrsverbindungen müssen trotzdem rasch miteinander optimiert werden. Bestehende Projekte wie Tangente West schon über 40 Jahre, sollten endlich zum Abschluß gebracht werden. Politiker müssen der Sache dienen und nicht Ihrem Machtdenken.

Die neuen alten Gedanken über innerstädtische Grünanlagen, Stadtgärten und parkähnliche Zonen werden Räume der Erholung, biologische Ernährung und Freizeitsport wieder sein. Die Bedeutung des öffentlichen Raumes als Ort der Kommunikation, kultureller Integration und urbanen Lebens ist eine wichtige Aufgabe von Städten in Deutschland. In Frankfurt haben wir unsere Grüngürtel und das Selbstversorgungsprinzip nach Brüning`sche Notverordnung  mit eigener Nahrungsproduktion (im eigenen, nachbarschaftlichen oder öffentlichen Garten) schon aus den späten Zwanzigerjahren. Heute ist alles mit Feinstaub,Insektiziden und Pestiziden belastet. Der öffentliche Raum sollte für Sicherheit, für Wohlgefühl und insgesamt für Aufenthaltsqualität vorhanden sein. Die heutige Situation sind krankmachende Städte – mit Lärm, Feinstaub und Abgasen, den Verkehrsstau als Lebensstressfaktor, ihrer Hektik und dem gesamten Leben in einer analogen Welt, in der tägliche Fortbewegung, das Pendeln zwischen Arbeitsplatz, Wohnung, Einkaufsgeschäften, Kindergarten, Schule oder Studienplatz sowie Freizeitplätzen und Orten für Kultur und Unterhaltung unvermeidbar sind.

Die Politik muss Klarheit schaffen, was wollen wir in den Städten wie Frankfurt. Wollen wir wachsen oder wollen wir für die Bewohner Lebensqualität. Zur Zeit werden 200 verschiedene Entwicklungsflächen abgeschätzt.

Der Urbanisierungsdruck steigt. Die wachsende Stadt Frankfurt prägt den gesamten Wohnungsmarkt in der Rhein Main Region. Bis 2030 (noch 13 Jahre) müssten allein in Frankfurt zehn Baugebiete in der Größe des Riedberges entstehen, um den Wohnraumbedarf decken zu können.

Jährlich kommen etwas 15.000 neue Einwohner hinzu. Wenn das so weiter gehen soll, fehlen in Frankfurt im Jahr 2020 (in drei Jahren) knapp 50.000 Wohnungen. im Jahr 2030 sogar 100.000 Wohnungen. Das heißt es müssten kurzfristig im Jahr 8.000 Wohnungen gebaut werden müssen, im Rekordjahr 2016 lag dieser Wert bei gerade einmal bei knapp 3.500.

Hier können nur die Bürger entscheiden, was sie wollen und wie die Politik dies zu lösen hat. Es gibt heute schon keine bezahlbaren Mieten im eigentlichen Sinn. Bei Grundstückspreisen 6.000 Euro pro qm und höher, wo soll das Hinführen?

Die Menschen und die Industrie brauchen Fläche. Die Ansprüche an die begrenzte Stadtfläche sind immens, da gebe ich dem Präsidenten der IHK Frankfurt recht. Wo keine Fläche zum idealen Leben ist, kann auch kein Wachstum auf Kosten der Lebensqualität vorgenommen werden. Auch hier hilft nur Umdenken für ein gesundes Leben.

Werbung von RMV „Das JobTicket: Stressfei zur Arbeit und zurück. Das JobTicket. „Einfach genial“, das rechnet sich. Keine Staus, keine Benzinkosten, keine Parkplatzsuche. Das RMV-Job Ticket ist eine sichere und bequeme Alternative für Pendler und sorgt für die entspannte Fahrt zum Arbeitsplatz und zurück. Das JobTicket gilt rund um die Uhr im eingetragenen Geltungsbereich – auch abends, am Wochenende und sogar im Urlaub.

Ob das die Bürger glauben, was hier gesagt wird?

Wachstum verzeichnen wir auch im Tourismus. Frankfurt boomt weiter. Trotzdem gibt es Dinge die abstoßend sind.

Am Wochenende hatten wir das Schützenfest in Frankfurt. Ein Umzug der Schützen stellt dabei den Höhenpunkt dar. Diesmal sahen die Schützen – unser Gäste – auf unserer Vorzeige Meile „Zeil“ Betrunkene und Penner hautnah, einfach schrecklich. Seinen Gästen bietet man das Beste. Eine Bekannte aus Dortmund hat uns gestern besucht, wohnt in einem Hotel nähe Bahnhof, sie war nur entsetzt. Dieser schlechte Eindruck muss geändert werden, sonst kommen keine Gäste mehr aus aller Welt zu uns. Auch hier verschläft das Parlament die Zeit. Auch das öffentliche Steh-WC ist keine schlaue Lösung. Öffentliche WC sind Mangelwaren, warum eigentlich?

Wir brauchen einen Aufbruch zum Umbruch unser Gedanken, damit Frankfurt lebenswert bleibt.

Die Erststimme sollten Sie als vernünftige Alternative zur Parteien-Politik bei der Bundestagswahl einsetzen. 

Nutzen Sie die Chance auf Veränderung und wählen Sie im Wahlkreis 183 Frankfurt II diesmal Karlheinz Grabmann