Foto Peer Grimm dpa

Warum finden die Demos immer vor Wahlen statt?

Welche Partei hat den größten Nutzen davon?

Sind das neue Forderungen?

Von der Sache her stimme ich den Forderungen zu 100 Prozent zu.
Es muss noch mehr möglich gemacht werden!  Das reicht nicht als Lösung!

Auf dem Rücken unserer Kinder

Der Deutsche Lehrerverband schlägt Alarm, seiner Schätzung nach fehlen zum Beginn des neuen Schuljahres fast 40.000 Lehrer. 10.000 Stellen sind nicht besetzt.30.000 Stellen würden durch Quereinsteiger, Studenten und Pensionäre ausgefüllt. Speziell an den Grundschulen und Förderschulen sei die Lage dramatisch. Viele Schulen seien marode, für die Sanierung hatte die Förderbank KfW 48 Milliarden veranschlagt.

Deutschland hat erheblichen Nachholbedarf. Man befürchtet einen deutlichen Rückgang der Schülerleistungen und erwartet, dass gerade an Grundschulen wichtiges Wissen nicht richtig vermittelt wird.

Ein Armutszeugnis für das reiche Deutschland, verspielen wir hier die Zukunft unserer Kinder?

 

Die Lehrergewerkschaft GEW kämpft mit Demos und Kundgebungen für ihr „Sofortprogramm“ für eine bessere Bildung. Die zentrale Forderung sind mehr Lehrerstellen. Unterstützung kommt auch von Eltern und Schülern.

Lehrer, Schüler und Eltern wollen am Samstag bei eine „Bildungsdemo“ in Frankfurt auf die Straße gehen. Zu dem Protest hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aufgerufen. Der GEW gehe es um bessere Bedingungen in den Kitas, an den Schulen und Hochschulen, kündigte die hessische Vorsitzende Maike Wiedwald gestern in Wiesbaden an.  In Frankfurt wird nach Angaben des Ordnungsamtes mit 3000 bis 5000 Demonstranten gerechnet. Hier zum Artikel der Frankfurter Neuen Presse

http://www.fnp.de/rhein-main/GEW-ruft-zu-Bildungsdemos-auf;art801,3110720

Frankfurt

  • 9.45 Uhr Auftakt DGB-Haus | W.-Leuschner-Str., Nähe Hbf.
  • 10.30 Uhr Demo
  • 11.55 Uhr Kundgebung Opernplatz (Alte Oper)

Das sind die Forderungen:

Mehr Lehrer gegen Unterrichtsausfall: Auch mit der 104-prozentigen Lehrerversorgung in Hessen könne man sich nicht zufrieden geben, sagte die stellvertretende Landesschulsprecherin Hannah Kriebel am Dienstag in Wiesbaden. In die Zahl sei nicht eingerechnet, dass Lehrer krank werden oder auf Fortbildung sind. Kriebel forderte, dass auch Vertretungsstunden von Fachlehrern gehalten werden, damit die Klasse im Unterrichtsstoff weiterkommt. „Wir erwarten, dass Lehrkräfte eingestellt werden, die qualifiziert sind“, ergänzte Wiedwald.

Mehr Lehrer für kleinere Klassen: Lehrermangel und steigende Schülerzahlen lassen die Klassengrößen laut Warnungen der GEW derzeit wieder wachsen – besonders in den Ballungsräumen. Dadurch werde es schwerer, den Bedürfnissen der einzelnen Schüler gerecht zu werden, mahnte die GEW-Vorsitzende. „Nicht zuletzt die Umsetzung der Inklusion sowie die Sprachförderung erfordern kleinere Lerngruppen.“ Auch wachse die Belastung für die Lehrer mit der Klassengröße.

Lehrkräftearbeitszeit reduzieren: Die Arbeitszeit der Lehrkräfte in Hessen ist nach Ansicht der GEW zu hoch. Die Gewerkschaft fordert daher, in einem ersten Schritt die Zahl der Pflichtstunden um eine halbe Stunde zu reduzieren. Außerdem müssten Grundschullehrer ein besseres Gehalt bekommen – das würde auch die Suche nach Nachwuchskräften erleichtern.

Mehr Erzieher in den Kitas: Bis zum Jahr 2021 sollte Hessen gut 3500 zusätzliche Erzieher in den Kindertagesstätten einstellen, fordert die Gewerkschaft. Damit nähere sich das Land dem pädagogisch empfohlenen Personalschlüssel zumindest an.

 

Warum werden marode Schulen, WC-Situation und schnelles Internet nicht angesprochen?

Mehr Ganztagsbetreuung, kostenfreies Mittagessen, Qualität der Betreuung? Kinderarmut?

Wenn schon Demo, dann für alle Mängel!

 

Neues „Schulportal” soll Unterricht digital unterstützen

Hier zum Medienbeitrag: http://www.fnp.de/rhein-main/Neues-Schulportal-soll-Unterricht-digital-unterstuetzen;art1491,3110437